Das letzte große Abenteuer – Reisen mit der Deutschen Bahn

Wenn du glaubst, du hättest alles auf dieser Welt gesehen, dann bist du bereit für eine Reise mit der Deutschen Bahn.

Nachdem ich schwindelerregende Berggipfel erklommen und unbekannte Länder wie die Republik Slowjamastan entdeckt hatte, blieb nur noch das letzte der großen Abenteuer übrig: eine Reise mit der Deutschen Bahn von Ravensburg nach Karlsruhe. Du denkst jetzt vielleicht, was soll daran ein Abenteuer sein, das ist doch eine Strecke, die man mit dem Auto in gut drei Stunden schafft? Warte ab und lies selbst!

Die Vorbereitung

Gute Vorbereitung ist bei jedem Abenteuer die halbe Miete und deshalb recherchierte ich bereits Tage vorher die Verbindungen. Mit dem RE5 bis Stuttgart, dort bequem mit 12 Minuten Umsteigezeit in den RE1 nach Karlsruhe. Gesamtfahrzeit 3 Std 6 Minuten. Bingo!

Schwieriger war die Suche nach der Fahrkarte. Im Gegensatz zu anderen Ländern, die den Fahrpreis plump nach Kilometern berechnen (wie langweilig!), hat sich die Deutsche Bahn ein erstaunlich kreatives Tarifspiel ausgedacht.

Es gibt den Flexpreis, den Sparpreis und den Super-Sparpreis – und alle haben unterschiedliche Bedingungen für Zugbindung, Stornierung und Nutzung des Nahverkehrs im Start- und Zielgebiet. Den Preis kann man dann durch eine BahnCard25, BahnCard50 oder BahnCard100 reduzieren, die es jeweils auch als Probe-BahnCard gibt. Nicht zu vergessen die Senioren-BahnCard, aber dafür reicht es bei mir noch nicht ganz.

Dann gibt es noch das Quer-durchs-Land-Ticket, das für 49 € einen ganzen Tag lang alle Züge des Nahverkehrs freischaltet, aber nicht die Busse. Für nur 9 € mehr bekommst du mit dem Deutschland-Ticket dasselbe Vergnügen einen ganzen Monat lang inklusive Busse. Ausgenommen der Städtebus 700 von Ravensburg nach Konstanz, wenn man vor der Fähre aussteigt, aber das habe ich nicht genau verstanden.

Hier bei uns in Süddeutschland gibt es zusätzlich noch regionale Leckerbissen: das Baden-Württemberg-Ticket, das Baden-Württemberg-Ticket Young, das bwEinfach und das bwTag, die sich diesmal in der Anzahl der quengelnden Kinder unterscheiden, die man kostenlos mitführen darf. Und es gibt teilweise, aber nicht bei allen bw-Tarifen, gestaffelt reduzierte Preise für erwachsene Mitreisende. Je mehr Mitfahrer, desto weniger zahlt der Einzelne, aber nicht der Ticketkäufer; der hat die Arschkarte gezogen und zahlt immer gleich viel.

Mit allen bw-Tickets darf man auf keinen Fall in bayrisches Gebiet einfahren, denn dort gilt: das Bayernticket, ist ja wohl klar! Einzige Ausnahme ist das Bodenseeticket, das in Bayern und Baden-Württemberg gilt, allerdings nur in Seenähe und ausschließlich in den Zonen Ost und West, nicht aber in der Variante Süd, die dafür die Schweizer Seeseite abdeckt. Willst du das Seeufer verlassen, brauchst du ein Ticket des Bodensee-Oberschwaben-Verkehrsverbundes bodo.

Na, kannst du mir noch folgen? Ja? Dann nimm dies: das bwTag-Ticket gilt auch nachts, das normale bw-Ticket hingegen nur tagsüber ab 09:00 Uhr. Ist das logisch? Ich glaube eher nicht.

Fahrkartenautomat
Die Qual der Wahl am Automat (keine Kartenzahlung, keine 20€ oder 50€ Scheine, kein Wechselgeld)

Aber Achtung: wenn du jetzt glaubst, du hättest den Tarifdschungel durchschaut – nö, nö, nö! Manche Preise ändern sich nämlich von Tag zu Tag. Das ist wie an der Börse, die Nachfrage regelt den Preis. Ist das nicht geil!

Ich gab eine wissenschaftliche Studie an einer renommierten Hochschule in Auftrag und schon bald hatte ich das perfekte Ticket in meiner DB-Navigator-App: für die Hinfahrt ein bwTag-Ticket und für die Rückreise ein Baden-Württemberg-Ticket. Auf die Mitnahme von Kindern verzichtete ich großzügig, obwohl es inklusive gewesen wäre.

Aber bald soll alles besser werden. Die Bahn will im Südosten Baden-Württembergs neue Automaten im bwegt-Design einführen, die laut Pressetext „den Auftakt für ein neues Erlebnis beim Fahrscheinkauf“ bilden. What? Liebe Bahn, ich will kein Erlebnis beim Fahrscheinkauf, ich will einfach nur ein Ticket kaufen, ohne Blutdruck zu bekommen!

Jetzt geht’s los!

Bevor ich den Bus zum Bahnhof nahm, checkte ich die DB-Navigator-App nach Verspätungen. Alles grün! Ich plante zehn Minuten Reserve ein, denn der Zug wartet nicht auf Nachzügler.

Als ich den Bahnsteig in Ravensburg betrat, hatte ich wohl eine geheime Kontaktschleife ausgelöst, denn prompt meldete sich meine App: „RE5 nach Stuttgart 25 Minuten Verspätung wegen Notarzteinsatz“.

Ein Notarzteinsatz auf dieser Strecke ist immer ein ganz schlechtes Zeichen, denn direkt an der Bahnlinie liegt eine psychiatrische Klinik mit Depressionsambulanz.

Leute, wenn ihr erkennt, dass euer Leben sinnlos ist, dann werft euch nicht vor den Zug! Lasst euch beraten! Es gibt so viele Alternativen, da findet ein guter Berater sicher die passende Todesart für jeden Typ. Aber nicht vor den Zug! Denkt an den traumatisierten Zugführer und die vielen Reisenden, denen ihr den Tag versaut.

Obwohl meine App inzwischen auf Rot umgeschaltet hatte („Verbindung nicht mehr fahrbar. Suchen sie eine Alternative!“), fuhr am Bahnsteig der RE5 ein. Zehn Minuten vor der geplanten Abfahrtszeit. Ein Wunder? Nicht ganz, denn das war der vorherige Zug mit 50 Minuten Verspätung. Aber egal, das Glück schien mir heute zuzulächeln und ich genoss die entspannte Bahnfahrt.

Die Entspannung verpuffte nach wenigen Minuten mit der Durchsage des Zugbegleiters: „Sehr geehrte Fahrgäste, wegen einer Stellwerkstörung endet dieser Zug in Ulm. Dort haben sie Anschluss …“. Der Rest der Durchsage war im aufkommenden Tumult nicht mehr zu verstehen.

Nach bürgerkriegsähnlichen Szenen beim Umstieg in Ulm gelang es mir durch geschickten Körpereinsatz, einen der letzten Stehplätze in einer Bummelbahn nach Wendlingen zu ergattern. Dort hatte ich trotz deutlicher Verspätung die Wahl zwischen drei Anschlusszügen: zwei ebenfalls verspäteten Nahverkehrszügen und einer S-Bahn.

Reparatur an einem Signal
Irgendwann wird man abgehärtet…

Der ursprünglich geplante RE1 in Stuttgart war natürlich längst über alle Berge. Es reichte aber immerhin dafür, die Rücklichter des Zuges zu sehen, der eine Stunde später abfuhr. Vor einem halben Jahr war mir das an gleicher Stelle schon einmal so ergangen. Mit desaströsem Ausgang.

Damals hatte ich kurz überlegt, den Aufpreis für den ICE zu bezahlen, aber der hatte 45 Minuten Verspätung. Am Gleis gegenüber stand der MEX17c nach Bruchsal zur Abfahrt bereit. MEX steht für Metropol Express, das klingt nach einer zügigen Reise. Und ich erinnerte mich dunkel daran, dass Bruchsal irgendwo in der Nähe von Karlsruhe liegt. Als der Schaffner pfiff, stieg ich kurz entschlossen ein. No risk, no fun.

Im abfahrenden Zug sitzend erkannte ich, dass diese Bahn noch 24 Zwischenhalte vor sich hatte und ich etwa 2,5 Lichtjahre bis nach Karlsruhe brauchen würde. Daher stieg ich in Vaihingen(Enz) wieder aus, um dort auf den RE1 zu warten.

Der kam nach 40 Minuten (pünktlich!), ich stieg ein, die Türen schlossen sich und…

…es passierte nichts. Nach zehn Minuten kam die Durchsage: „Sehr geehrte Fahrgäste, wegen Personen im Tunnel haben wir keine Freigabe für den nächsten Fahrtabschnitt. Sobald die Strecke freigegeben wird, setzen wir unsere Fahrt fort.“

Ist mein Zug pünktlich?
Nein, ist er nicht

Nach einer Stunde standen wir immer noch in Vaihingen. Inzwischen hatten sich der verspätete ICE und ein TGV dazugesellt. Bei so viel Prominenz auf den Gleisen des Provinzbahnhofs blätterten die Anzeigen an den Bahnsteigen vor lauter Ehrfurcht wild ihr ganzes Repertoire herunter. „Bitte nicht einsteigen“, „Achtung durchfahrender Zug“, „Zug endet hier“ wechselten in Dauerschleife.

In meinem Zug fiel die Klimaanlage aus und die Toilette war defekt. Neben mir saugte ein Säugling die letzten Tropfen aus seinem Schoppen und stimmte ein lautes Gebrüll an. Die junge Mutter schluchzte verzweifelt vor sich hin: „Ich wollte doch nur kurz … was mach ich denn jetzt nur … keine Windel mehr…“

Meldung bitte aussteigen
Zum Pinkeln bitte aussteigen

Nach 2 Stunden fuhr der nächste MEX17c in Richtung Bruchsal ein. Der Zugbegleiter ermunterte die entnervten Wartenden, auf diese Alternative umzusteigen, weil er keinerlei Informationen zur Weiterfahrt unseres Zuges hatte. Ich entschloss mich dagegen.

Kaum war der MEX abgefahren, kam die nächste Durchsage: „Sehr geehrte Fahrgäste, wir haben soeben von der Leitstelle erfahren, dass unser Zug nach Stuttgart zurückfährt. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Reise!“.

Zugbegleiter bei der Deutschen Bahn haben feine Antennen für die Stimmung ihrer Fahrgäste. Als die Stimmung im Zug kippte, hatte der Arme sich bereits in der Toilette eingeschlossen. Kurz bevor der Lynchmob die Tür aufbrechen konnte, kam dann aber die Erlösung. Der Tunnel war wieder frei und wir fuhren nach über sechs Stunden in Karlsruhe ein.

Die Rückreise

Nach einem erfüllten Tag als Umzugshelfer trat ich am nächsten Tag erschöpft, aber zufrieden die Rückfahrt in die Heimat an. Wieder löste die geheime Kontaktschleife ein Popup in der Navigator-App aus.

Meldung Fahrzeugausfall
Das Unheil kommt auf leisen Sohlen…

Immerhin schien der Zug pünktlich zu sein, aber mir schwante Böses. Zu recht, denn es gab nur noch Stehplätze.

Überfüllter Zug
Gedrängte Enge

Ich wartete jeden Moment darauf, dass irgendjemand die Nerven verlor und laut schrie. Zuverlässig kamen die Durchsagen mit fröhlicher Stimme: „Wir wünschen Ihnen eine angenehme Reise!“

Der Aufschrei kam, als sich die Anzeige auf dem Bordmonitor änderte. Die letzten beiden Halte wurden ersatzlos gestrichen, weil der Zug nur noch mit halber Kraft durch die schwäbische Landschaft rumpelte. Triebwerksschaden.

Anzeige im Zug
Pläne ändern sich…

Ein interessantes Detail verriet die Anzeige: die Bahn glaubte um 20:34 Uhr immer noch daran, dass der Zug um 20:09 pünktlich in Biberach abfahren werde. Das erklärt auch, wie die Statistik auf 50% pünktliche Züge kommt. Ich persönlich hatte auf den letzten drei Reisen 0 % Pünktlichkeit.

Nun gut, es hilft ja nichts, der Weg ist das Ziel, lebe im Augenblick, atme tief in den Bauch. Ich schnallte meinen Rucksack enger und machte mich bereit, zur Not die letzten Meter zu Fuß zu gehen. Und ich legte ein Gelübde ab, dass ich bis auf Weiteres nicht mehr mit der Deutschen Bahn fahren werde.

Falls du jetzt meinst, ich wäre ein Bahnhasser – weit gefehlt! Ich reise sehr gerne mit dem Zug, in fast allen Ländern dieser Welt. Wir waren ja auch schon in Thailand, Serbien und in Indien mit dem Zug gefahren. Dort war es aber nie so schlimm gewesen. Und ganz ehrlich – dass die Bahn bis 2036 ihre Probleme in den Griff bekommen will, ist nicht wirklich beruhigend. Das sind noch elf Jahre! Vielleicht kann Jemand im ersten Schritt einfach mal die Fahrpläne an die Realität anpassen? Denn jeder verspätete Zug ist ein gebrochenes Versprechen am Kunden!

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Autor: sinnlosreisen

Geschichten über die lustige Seite des Urlaubs

35 Kommentare zu „Das letzte große Abenteuer – Reisen mit der Deutschen Bahn“

    1. 😂😂😂Ja, stimmt wohl. Ganz so voll müsste es für meinen Geschmack nicht sein.

      Ich Reise aus Gründen nicht so viel mit der Deutschen Bahn, daher lohnt sich das Deutschlandticket für mich leider nicht.

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  1. Ich liebe deine Reiseberichte. Lustig, lehrreich – und diesmal fast schon ein Werbespot. Wenn ich also das ultimative Abenteuer suche, spare ich mir Fernreisen: Ein Ticket bei der Deutsche Bahn genügt. Und wie kundenfreundlich: Dieses Erlebnis gibt’s sicher flächendeckend in jedem Bundesland. Dein Trip war quasi das Komplettpaket. Wie aufregend!

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  2. Ich liebe deine Reiseberichte. Lustig, lehrreich – und diesmal fast schon ein Werbespot. Wenn ich also das ultimative Abenteuer suche, spare ich mir Fernreisen: Ein Ticket bei der Deutsche Bahn genügt. Und wie kundenfreundlich: Dieses Erlebnis gibt’s sicher flächendeckend in jedem Bundesland. Dein Trip war quasi das Komplettpaket. Wie aufregend!
    Lieben Gruß – nicht anonym😉-
    Jutta

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    1. Oh Danke, das geht runter wie Honig.

      Ja, man kann sich das viele Geld sparen, um in Indien in überfüllten Zügen zu reisen. Alles direkt vor der Haustür verfügbar. Und bei so vollen Zügen braucht man eigentlich kein Ticket, denn kein Schaffner schafft es, hier durchzukommen um zu kontrollieren.

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  3. Die deutsche Bahn ist unzuverlaesssig und unpuenktlich. Die Tarife sind chaotisch und undurchschaubar. Aber es bestaetigen Ausnahmen die Regel.Wenn es um den Fahrkartenpreis und um Zuverlaessigkeit geht bevorzuge ich inzwischen Flixtrain. Die haben von den Japanern gelernt. Zu jedem Ticket gehoert ohne Aufpreis ein Sitzplatz. Bei der DB muss man sich sogar einen Sitzplatz erkaufen. Die deutsche Bahn hat inzwischen den Ruf genau so unzuverlaessig zu sein wie British Railways als Maggi Thatcher Regierungschefin war. Zumindestens war die Frau ehrlich als Sie sagte:“Die Bahn interessiert mich nicht.“

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    1. Danke für die Bestätigung. Flixtrain habe ich bisher noch nicht probiert. Ich glaube, die fahren hier bei mir in der Provinz gar nicht. Zumindest nicht, ohne vorher doch wieder die Deutsche Bahn zu nehmen.

      Die Deutsche Bahn könnte sich doch einfach in anderen Ländern anschauen, wie man es richtig macht. Irgendwie drängt sich der Eindruck auf, die wollen unbedingt Weltmeister in Unzuverlässigkeit werden.

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  4. Das hört sich ziemlich abschreckend an. Ich habe von Freunden in Norddeutschland ähnliche Zustände gemeldet bekommen. Normalerweise fahre ich auch gerne mit der Bahn, aber deine Erzählung ist zu abschreckend, selbst wenn du deinen Humor behalten hast.
    Aber auf den Autobahnen kommt man ja auch nicht richtig vorwärts, was wir schon oft am eigenen Leibe erfahren haben.

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    1. Stimmt, Autofahren ist auch nicht immer ein Genuss. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass es nicht immer und überall so schlimm ist mit der Deutschen Bahn. Neulich hatte ich einen Zug, der nur 23 Minuten Verspätung hatte.

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  5. Die Deutsche Bahn ist tatsächlich ein Abenteuer, dass kann ich nur bestätigen. Mittlerweile ist es ja schon eine Meldung wert, wenn ein Zug mal pünktlich ist. Einmal musste ich mich von meinem Mann orten lassen, weil nach Ausfällung und Umleitungen nicht mehr ersichtlich war, welche Strecke der aktuelle Zug gerade nimmt und ob ich überhaupt noch einen Anschluss bekomme. Hat am Ende trotzdem nur dreimal so lange gebraucht, wie mit dem Auto – das könnte man schon als Erfolg verbuchen. Die Fahrkartenautomaten sind jetzt schon eine Katastrophe. Ich „durfte“ schon mehrfach Menschen helfen, die selbst nicht mehr durchgeblickt haben und sich alleine kein Ticket mehr kaufen konnten. Schöne neue Technik… sie bringt Menschen zusammen 😉.

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    1. Und ich dachte schon, ich leide an altersbedingter Automatenverblödung…

      Im Anschluss an diese Tagesschau sehen Sie eine Sondersendung. Uns wurde berichtet, dass der RE5 heute Nachmittag pünktlich in Karlsruhe eintraf. Unser Reporter ist vor Ort und berichtet live über die Stimmung der Reisenden. Die folgenden Sendungen verschieben sich um 15 Minuten.

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  6. Hm..was früher Rainbow Tours war scheint heute die Deutsche Bahn zu sein.
    Wir haben mal 12 Stunden nach Amsterdam mit dem Bus gebraucht.
    Der von Hamburg kam und zwar über Land zuckelte um noch Kegelvereine abzuholen, aber das hätte auch sehr viel schneller passieren können damals.
    Wir fuhren morgens um 05:00 Uhr von Hamburg los und waren um 17:00 Uhr in Amsterdam.
    Dafür, dass wir nur ein Wochenende da waren war Freitag um 17:00 Uhr etwas sehr spät.

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    1. Puh, 12 Stunden von Hamburg nach Amsterdam sind auch nicht schlecht. Ich glaube, man kann mit jedem Verkehrsmittel Pech haben. Neulich sind wohl in München Reisende mehrere Stunden im Flugzeug eingesperrt geblieben, weil der Flieger wegen Wetter nicht starten konnte und der Flughafen wegen Nacht schon geschlossen war.

      Ich habe aber den Eindruck, dass es bei der Deutschen Bahn zur Zeit besonders schlimm ist.

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  7. Die DB-Abenteuer werden wohl ganze Bände füllen; obwohl ich keine Bahn mehr fahre (n muss), leide ich mit (meine Tochter hatte ähnliche RB-Erfahrungen zwischen Hamburg und Kiel, wo sich Kreuzfahrtfahrgäste mit Berufspendlern mischen). Ich war jetzt fünf Tage in Südost-Deutschland unterwegs, mit Auto und Rollator: leere Autobahnen, freie Parkplätze (mit Behinderten-„Privileg“) und jederzeit stoppen, wo es schön ist. Ich träume vom Bahnfahren – aber nur in Ostasien!!

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    1. Verständlich. Wir haben hier immer den Vergleich mit der Schweizer Bahn und da kann man schon neidisch werden. Saubere, pünktliche Züge, die auch noch funktionierende Toiletten haben. Was für ein Komfort!

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    1. Deine Worte lassen mich zart erröten. Danke für die Komplimente.

      Du kannst diesen Beitrag gerne in deinem Blog unter Verwendung der Quelle und Verlinkung auf meinen Beitrag verwenden.

      Deine Geschichte ist aber auch nicht ohne. Das wäre ja alles ganz lustig, wenn es nicht immer so ärgerlich wäre.

      Ich habe übrigens zu einer ganz ähnlichen Zeit ebenfalls Erfahrungen mit dem 9-Euro-Ticket in einem Beitrag verarbeitet. Damls zu Besuch in deiner Heimatstadt Berlin: https://sinnlosreisen.blog/2022/07/29/sinnlose-orte-die-die-welt-nicht-braucht-das-9-euro-land/

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      1. Auch dieser, Deiner, Uralt-Blog war begeisternd, ich liebe diesen lakonisch-zynischen Stil. Glückwunsch zum Berghain-Besuch, das war nie meine Intention, und nun ist Berlin auch nicht mehr Heimat. Ich degeneriere seit zwei Jahren in der Rentnerstadt Görlitz. Ich bemühe mich, die AfD hier zu ignorieren und freue mich an neuen Landschaften. Gerne auch ohne Bahn. Übrigens werden hier demnächst, wie seit 20 Jahren vereinbart, 700 Meter Oberleitung gebaut. Dann können polnische E-Züge nach Görlitz einfahren. Polen hat diese 20 Jahre alte Vereinbarung übrigens binnen eines Jahres auf 180 km erfüllt. Von der polnischen Grenze bis Breslau also. Nur 700 Meter nach Deutschland fehlten. Kommentar? Besser nicht.

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        1. Na, dann wünsche ich fröhliches Degenerieren in Görlitz! Dann bist du jetzt eigentlich Tarzan von Görlitz?

          So eine Oberleitung ist halt eine Herausforderung, die die Deutsche Bahn nur mit guter Vorbereitung in Angriff nimmt. Hier im Süden war letztes Jahr monatelang Schienenersatzverkehr wegen Elektrifizierung. Dieses Jahr ist wieder SEV – diesmal fiel der Bahn ein, dass die Bohlen im Gleis erneuert werden müssen. Das hätte man auch zeitgleich machen können, aber dann wäre der Spaß für die Reisenden nur halb so groß gewesen…

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  8. Danke für den konstruktiven Beitrag mit innovativem KI Bild. Ich habe auch schon über die Bahn und ihre Defizite berichtet. Immerhin war bei dir „mangels Gleisverfügbarkeit“ kein Thema. Alles andere schon, was ich bereits kannte. Ich sehe aktuell nur: Es hat sich nichts verbessert, im Gegenteil.
    Eigentlich mache ich ungern unbezahlte Werbung. Denn ich blogge rein privat. Ich kann aber aus Erfahrung Salzburg-Wien sagen: Die Westbahn ist pünktlicher als die ÖBB. Und die fährt mittlerweile bis Stuttgart.

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    1. “Mangels Gleisverfügbarkeit“, das habe ich noch nicht gehört, ist ja interessant. Hat da jemand die Schienen geklaut, oder wie muss man sich das vorstellen? Wer denkt sich denn solche Begründungen aus, das muss ein kreativer Beruf sein…

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  9. Wie herrlich. Seit ich begonnen hatte, in den Norden zu pendeln, habe ich die DB auf Langstrecken zu schätzen gelernt. Dort, wo ich sechs Stunden mit dem Auto gebraucht hätte (wenn es denn gut lief), war ich nach viereinhalb bis fünf Stunden da. Doch auf kürzeren Abschnitten kehrt sich das Verhältnis wieder um, hier macht Auto Sinn. Dass man so viel Pech an gleich zwei Tagen hintereinander hat, ist natürlich… öhm… ganz viel Pech. Und ja, bitte keinen Suizid auf den Gleisen begehen. Es gibt so viele menschenfreundlichere Arten… 🙂

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