DOM REP für Individualreisende

Individualtouristen können im Hinterland der Dominikanischen Republik tolle Sachen entdecken. Den verschollenen Goldschatz der Taino, beispielsweise. Oder korrupte Polizisten, die mit einem freundlichen Lächeln Touristen ausrauben.

Nachdem wir im ersten Teil unserer Rundreise die touristisch gut erschlossenen Gebiete im Osten abgeklappert hatten, ging es nun ins weniger bekannte Hinterland. Kurz nach unserer Abreise aus Santo Domingo fiel das Mobilfunknetz samt Internet komplett aus. Das schockte uns zunächst nicht, denn früher sind wir schließlich auch ohne Navigationsgeräte angekommen. Karten und Schilder lesen, das hatte damals problemlos funktioniert. Kurz darauf hatten wir uns in einem Vorort festgefahren. Es gab hier unzählige vom Verkehr verstopfte Einbahnstraßen aber keine Straßenschilder. Wir brauchten fast zwei Stunden, um auf die Fernstraße nach Süden zu gelangen.

Der einsame Südwesten der Insel

Südlich von Barahona wird die Küste etwas felsiger und es gibt nur vereinzelte Strandabschnitte. Hierhin verirren sich nur wenige Touristen. Die Landschaft erinnert ein wenig an die Ostsee, nur deutlich wärmer.

Felsküste
Dominikanisch Rügen

Wir übernachteten einige Tage im Hotel al Mare, das von Bernd und seiner Frau betrieben wurde. Bernd berichtete uns als Insider vom Leben in der Dominikanischen Republik: die Bürokratie sei hier schlimmer als in Deutschland, aber dafür gibt es mehr Korruption, mit deren Hilfe man die bürokratischen Hürden überwinden könne. Ein einfacher Arbeiter verdient etwa 200 € monatlich. Da die Preise ähnlich wie in Europa sind, funktioniert das nur, wenn ein Familienmitglied im Ausland arbeitet und Geld nach Hause schickt. Mit Kriminalität habe er trotz der herrschenden Armut noch nie ein Problem gehabt, meinte Bernd. Das könnte auch an seinen Hunden liegen, darunter drei Dobermänner.

HUnde
Beim Frühstück. Du willst doch nicht etwa die Salami alleine essen?

Bernd hatte das Hotel gekauft, renoviert und Anfang 2020 mit großen Hoffnungen eröffnet. Zur Eröffnungsfeier kam als einziger Gast Corona. Internationale Gäste gab es in dieser Zeit keine, aber ihn rettete die einsame Lage des Hotels. Viele Dominikaner reisten nämlich aus der Hauptstadt an, um den dort geltenden Einschränkungen zu entgehen.

Als am ersten Abend die Sonne im Meer versank, ging ein Tag ohne jegliche Ereignisse zu Ende.

Sonnenuntergang Karibik
Der Tag geht zu Ende

Am nächsten Tag konnten wir von unseren Liegestühlen aus ein Spektakel beobachten. Zwei Fischer kamen mit ihrem Holzboot vom Meer zurück.

Karibischer STrand
Ein Fischerboot…
Fischerboot
…bringt fette Beute

Offenbar hatten sie ein glückliches Händchen gehabt, denn sie hatten zwei Schwertfische erbeutet. Die Kunde verbreitete sich schnell und sofort strömte die ganze Familie herbei, um den Fang zu bewundern. Einer der Fische wurde sofort am Strand ausgenommen und die Innereien ins Meer geworfen, wo sie das karibische Wasser dunkelrot färbten und eine kreischende Möwenschar anzogen.

Schwertfisch
Der Fang

Der ausgenommene Fisch wurde an der Straße auf einem speckigen Holzbock zum Verkauf angeboten. Der andere wurde direkt am Strand im Schatten eines Baumes zerlegt. Ein paar Holzbalken wurden mit einem Schuss Benzin zu einem Lagerfeuer entzündet. Innerhalb einer halben Stunde war der Fisch verzehrt und nur noch ein paar verkohlte Balken und die abgenagten Gräten erinnerten daran.

Fest unter dem Baum
Vorbereitung für das Mahl

Damit uns die Fäulnis nicht am Hintern festwuchs, machten wir einen Ausflug in die Escuela Taller y Museo Larimar, ein kostenloses Museum der Handwerksschule für Larimar-Juweliere. Der Larimar ist nämlich ein seltener Edelstein, der ausschließlich auf dieser Insel gefunden wird. Er verkörpert Friede und Klarheit und fördert das geistige und körperliche Wachstum. Und ein paar Zentimeter mehr schaden nie.

Larimar Edelstein
Larimar

Wir betraten das Museum durch den Shop und bewunderten die Auslagen. Ich ließ die Steine auf mich wirken, um möglichst viel von dem Wachstum abzubekommen. Der Erfolg war aber, ehrlich gesagt, nicht messbar, weder geistig noch körperlich.

Auf meine Frage, wo denn das Museum sei, erklärte uns die Verkäuferin mit einem bedauernden Schulterzucken, dass sie eigentlich nur eine tienda wären, ein Verkaufsladen für Larimare. Aber immerhin kostenlos.

Ist das nicht eine clevere Marketingstrategie? Wir haben hier zuhause in unserer Stadt auch einige Schuhmuseen, Lebensmittelmuseen und Bekleidungsmuseen. Alle mit freiem Eintritt. Und sogar mehrere Geldmuseen, in denen man Kostproben aus einem Automat ziehen kann.

Und was gibt es in der Dom Rep zu essen?

In den Touristenhochburgen ist essen gehen überhaupt kein Problem. Vom internationalen Fastfood bis zur edlen Sterneküche findet man hier alles. Wir fanden sogar ein polnisches vegetarisches Restaurant, was eigentlich ein Widerspruch in sich ist. Und auch die dominikanische Küche bietet einige Leckereien.

Das klassische Frühstück besteht aus Eiern, marinierten Zwiebeln und knusprig gebratenem Käse oder Salami. Dazu gibt es Mangu, eine Mischung aus Kochbananenbrei und Mangos, die je nach Küche zwischen unwiderstehlich und fantastisch schmeckt.

Dominikanisches Frühstück
Dominikanisches Frühstück

Eine dominikanische Spezialität ist Mofongo, eine Art Teigknödel aus Kochbananen, der mit verschiedenen Ragouts gefüllt wird. Typisch für diese Speise ist das plötzlich einsetzende Sättigungsgefühl, das auch nach Stunden nicht nachlässt.

Mofongo
Mofongo

Der Klassiker ist hier wie in allen benachbarten Ländern Reis mit schwarzen Bohnen, dazu Gemüse oder Fleisch und Tostones, wie hier die frittierten Kochbananen heißen.

Dominican Flag
Dominican Flag

Zur Verdauung nimmt man gerne einen Mamajuana, der schon von den Ureinwohnern als Heilmittel verwendet wurde. Er besteht aus Rotwein, Rum und Honig und wird mit Hölzern und Kräutern versetzt, die seinen einmaligen Geschmack ausmachen.

MamaJuana
Suchtmittel Mamajuana

Außerhalb der touristisch erschlossenen Gebiete muss man nach guten Restaurants schon suchen. Die Speisekarten sind fast überall gleich, nur das Design wird ans jeweilige Restaurant angepasst. Die Karte enthält immer die fünf gleichen Sorten Fisch und Meeresfrüchte, von denen die Bedienung dann erklärt, welche es heute nicht gibt. Dann Rind, Schwein, Geflügel, dazu die überall gleichen Beilagen Reis, Bohnen, Pommes, Gemüse, Kartoffeln und Tostones. Sogar die Preise sind erstaunlich ähnlich. Fast wie an der Tankstelle, wo der Preis von der Regierung fürs ganze Land einheitlich festgelegt wird: 272 Pesos für eine Gallone, das sind umgerechnet etwa ein Euro pro Liter. Da macht Tanken wieder Spaß!

Jarabacoa – Juwel in den Bergen

Bunt

Die Bergwelt von Jarabacoa mit dem Auto zu erkunden, muss man sich vorstellen wie eine Alpenpassfahrt mit betrunkenen Fahrern auf Lkws mit defekten Bremsen. Aber zur Entspannung gibt es hier einige Attraktionen: Wasserfälle, Kaffee aus eigenem Anbau und eine quirlige Hauptstraße, von der aus man eine Stadtrundfahrt mit einem musikalischen Bus buchen kann.

Main Street Jarabacoa
Main Street Jarabacoa
Musikalischer Bus
Hängebrücke
Wanderweg zum Wasserfall
Minisalto
Nein, das ist nicht der Wasserfall

Wir waren früh dran und genossen die Ruhe am idyllisch gelegenen Wasserfall. Die Szenerie änderte sich jedoch schlagartig, als die Einheimischen ihre Siesta beendet hatten.

Der einsame Salto Baiguate…
Menschen am Salto Baiguate
…wird zur Event Location

Wir fuhren weiter und tranken ein Kännchen leckeren Kaffee aus eigenem Anbau in den Bergen. Die 80-jährige Bäuerin machte mir schöne Augen und war sehr enttäuscht, dass ich schon vergeben war. Ich glaube, ich hätte hier gute Chancen gehabt.

Kaffeegedeck in den Bergen
Kaffee aus eigenem Anbau
Kah Kow
Kahkow

Cotui

Das unscheinbare Örtchen Cotui im Nordosten der Insel hat auf den ersten Blick nichts zu bieten. Aber das täuscht. Denn ein strengstens mit Eisengittern gesicherter Obelisk erzählt eine hochinteressante Geschichte aus dem Leben der Tainoindianer. Vorausgesetzt, man interpretiert die Bildsprache richtig, was weltweit nur wenige Experten können. Darunter der SinnlosReisende.

Cotui Obelisk
Der sprechende Obelisk

Demnach suchten die Spanier auf ihren Eroberungszügen mit allen Mitteln nach den legendären Goldschätzen der Eingeborenen. Nicht einmal vor grausamer Folter schreckten sie zurück.

Heiliger Georg
Der Heilige Georg foltert ein wehrloses Teufelchen

In letzter Sekunde versteckten die Tainos ihren Goldschatz vor der anrückenden spanischen Armee an einer Stelle, an der bis heute Niemand gesucht hat: auf dem zentralen Marktplatz von Cotui.

Cotui Goldkugel
Das vermisste Gold der Taino

So, nun wäre das auch endlich mal geklärt und wir konnten beruhigt auf die Nordseite der Insel weiterfahren.

Die Nordküste

Matancitas ist ein Vorort von Nagua und besitzt traumhaft schöne Strände, an denen wir meist allein waren. Hier kann man ungestört unter den karibischen Palmen chillen und im türkisfarbenen Wasser planschen. Einziges Manko ist der Müll, der offensichtlich vom Meer angespült wird.

Playa de los Gringos
So geht Entspannung
Müll
Kleine Schönheitsfehler

In Matancitas wohnen nur Einheimische und wir lebten vier Tage lang als einzige Touristen ganz authentisch in einer Luxuswohnung mit zwei Bädern, Klimaanlage und voll ausgestatteter Küche. Zur Authentizität gehörte auch, dass wir jeden Morgen um vier Uhr von einem Hahn geweckt wurden und dass eine Armee von winzigen Ameisen unser Frühstück abtransportierte, wenn wir zu langsam waren.

Luxuriöse Wohnung
In der Luxusblase

Die Kinder aus der Nachbarschaft spielten direkt vor unserer Luxusblase. Erstaunlich, dass es hier zwar laut und temperamentvoll zuging, aber nie eines der Kinder beleidigt war oder weinte. Als wir uns mit Hilfe einer Tüte Süßigkeiten beliebt machten, schafften es die Kids sogar, 20 saure Drops unter 15 Kindern so aufzuteilen, dass alle zufrieden waren. Vielleicht lag es auch einfach nur daran, dass sich hier keine Erwachsenen einmischten.

Kinder spielen auf der Straße
Außerhalb der Blase

Am dritten Tag kam kein Wasser mehr aus den Hähnen. Auf Nachfrage bei unserem Vermieter erfuhr ich, dass es hier im Wohnviertel nur Montags und Donnerstags Wasser aus der öffentlichen Leitung gibt. Dann lassen die Bewohner das Wasser in eine Grube laufen, die mit einem Blechdeckel verschlossen wird, damit keine Ratten oder Katzen darin ertrinken. Das war der Moment, ab dem wir Wasser aus dem Supermarkt zum Zähneputzen verwendeten.

Wassergrube
Die Wasserversorgung

Aus der Grube wird das Wasser dann in einen Speicher auf dem Dach gepumpt, wo die Schwerkraft alles weitere übernimmt. Am Tag vor unserer Ankunft gab es wohl ein Problem im öffentlichen Netz, daher war nun unser Speicher leer. Es ist erstaunlich, mit wie wenig Wasser man auskommt, wenn man nur einen Fünf-Liter-Kanister zur Verfügung hat.

Von unserem Balkon aus konnten wir das Dorfleben auf der Straße beobachten. Ein Mann tuckerte einhändig auf dem Roller vorbei, ein Kleinkind vor sich zwischen den Knien eingeklemmt, mit der freien Hand ein Pferd hinter sich her ziehend.

Der renitente Hahn war ausgebüxt und wurde von einem Mann, seiner Frau und einem Hund gejagt. Nach einer aufregenden Hatz über mehrere Grundstücke hinweg lief die Prozession nach Hause: vorneweg der Mann mit dem flügelschlagenden, krähenden Hahn über dem Kopf, dahinter die schimpfende Frau gefolgt vom laut bellenden Hund. Unsere Hoffnung, dass der Flüchtling vielleicht im Kochtopf landen würde, erfüllte sich leider nicht.

Ein Halbwüchsiger ließ bei heranziehendem Gewitter auf dem ungesicherten Dach einer ausgebrannten Bauruine einen selbstgebastelten Drachen steigen. Er hatte aber Glück, denn bevor der Blitz einschlagen konnte, stürzte sein Drachen mit einem trockenen Britzeln in die Stromleitung. Die nächsten zwei Tage gab es Nachts keine Straßenbeleuchtung.

Drachen steigen lassen
Drachen steigen lassen

Die Halbinsel Samana

Von Matancitas aus machten wir einen Tagesausflug auf die Halbinsel Samana, die als Eldorado für Aussteiger gilt. Wir fanden die Orte ziemlich überlaufen und hektisch, aber die Natur war atemberaubend.

Halbinsel Samana
Blick auf die Halbinsel Samana
Strand auf Samana
Traumhafte Strände
Surfschule auf Samana
Surfschule

In der Dominikanischen Republik gibt es drei Arten von Polizei. Die Militärpolizei wartet mit Maschinengewehren an Verkehrsknotenpunkten auf Drogenkuriere und bringt illegal eingereiste Haitianer in Viehtransportern über die Grenze zurück. Die Touristenpolizei nennt sich Politur und versucht zu verhindern, dass den Reisenden die Fresse poliert wird. Und die Nationalpolizei ist zuständig für die Verkehrsüberwachung und das Ausrauben von Touristen.

Polizeifahrzeug
Politur gefällig?

Obwohl wir mit Tempomat garantiert unter dem Tempolimit gefahren waren, wurden wir von einer dreiköpfigen Polizeikontrolle zu einer Strafe wegen Geschwindigkeitsübertretung verdonnert. Kostenpunkt: 120 US$. Oder wahlweise 80 US$ bei sofortiger Barzahlung ohne Rechnung. Unsere Entscheidung, meinte der freundliche Ordnungshüter mit einem Achselzucken.

Da wir dieses Spiel schon aus Mexiko kannten, hatten wir vorausschauend nur wenig Bargeld dabei. Die Wegelagerer pflückten sich eine Summe, die gut durch drei teilbar war, aus unserem Geldbeutel. Dabei blieben sie höflich und bescheiden und ließen uns genügend Restgeld für die Mautstationen. Bei der Rückfahrt wurden wir wieder herausgewunken, aber der korrupte Staatsdiener erkannte uns und winkte uns lachend durch. Bon viaje!

Übrigens: 54% der Dominikaner finden Korruption akzeptabel, wenn dadurch ihr Problem gelöst wird. Wir nicht.

Fazit

Es gibt sie, die tollen einsamen Traumstrände, aber nicht dort, wo der Reiseführer sie beschreibt. Denn die Geheimtips sind alle überlaufen. Für Individualreisende gibt es in der Dominikanischen Republik zwei Extreme: entweder ist ein Ort völlig vom Massentourismus vereinnahmt oder er ist so ursprünglich geblieben, dass man kaum etwas unternehmen kann. Während die Natur wunderschön ist, gibt es nur ein ziemlich eingeschränktes kulturelles Angebot: es fehlt an Wanderwegen, Aussichtspunkten, Uferpromenaden, Fußgängerzonen, Altstädten, Kirchen und Museen. Aber die Menschen sind sehr entspannt und freundlich, das Wetter ist (meistens) perfekt und es ist hier überhaupt nicht gefährlich. Außer nachts auf den Straßen.

Zum Schluß zeige ich noch ein Video, das ich beim Einsteigen zum Rückflug aufgenommen habe. Noch nie wurden wir beim Boarding von einer Band begleitet, aber auch das ist typisch für die Dominikanische Republik. Man beachte den dezenten Fußtritt des Musikers.

Abschiedskonzert
Avatar von Unbekannt

Autor: sinnlosreisen

Geschichten über die lustige Seite des Urlaubs

28 Kommentare zu „DOM REP für Individualreisende“

  1. Die Dom Rep ist sicherlich nicht zu empfehlen fuer Leihwagen Touristen, aber ansonsten ein beliebtes Reiseziel. Ein Leihwagen ist sicherlich ein Abenteuer in vielen Laendern der dritten Welt.Wer es heil hinter sich gebracht hat kann dann ein Lied davon erzaehlen. Das erinnert mich an den Saenger Falco aus Oesterreich. Der hat es nicht ueberlebt. 1998 ist er in der Dom Rep toetlich verunglueckt. “ Am Abend traumt er dann von Santo Domingo und weissen Orchideen. Von den Maerchen einer Nacht in Santo Domingo und den Wundern die dort noch geschehen.“ Eine Autofahrt in Santo Domingo ist sicherlich kein Wunder aber ein Risiko das man nicht jedem Touristen empfehlen kann. Wer es denn gemacht hat und ueberlebt hat kann aber stolz davon berichten. Bon voyage.

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, das mit Falco war tragisch. So ein genialer Musiker und trotzdem sterblich.
      Wenn man schön defensiv fährt und sich aus dem Gedränge raushält, ist es eigentlich gar nicht so schlimm. Wenn man gute Nerven hat, aber das habe ich. Für die Beifahrer ist es viel gruseliger 😬

      Gefällt 1 Person

  2. Herzerfrischend und ehrlich berichtet. Es macht eine Freude hier zu lesen. Bin ein neuer Fan. 😉 Ich war 2021 während Corona in der Dom Rep wie die meisten Touris in einer großen Hotelanlage und das schöne Land geht uns seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Obwohl wir alles nur mir gebuchten Touren entdeckt haben, denn ich gebe zu, wir waren recht ängstlich.So auf eigene Faust individuell unterwegs zu sein hat Vor- und Nachteile. Auf jeden Fall erlebt man das Land allerdings authentischer.

    An den Flughafen erinnere ich mich auf alle Fälle. Musste schmunzeln beim Anschauen der Abreise. Danke😁

    Ich weiß nur noch dass dort Spürhunde waren und mein Mann mich anraunte ich soll sie jetzt nur nicht streicheln.🤭

    Liebe Grüße Tina

    Gefällt 1 Person

    1. Herzlich willkommen , Tina. Freut mich, wenn es dir gefällt.

      Flughafenmusiker ist sicher ein Beruf, von dem viele träumen.

      @Spürhunde: solange die Hunde keine Zuneigung zu dir oder deinem Gepäck entwickeln, ist alles gut. Mein Rucksack wurde einmal von einem Spürhund in New York markiert. Ich hatte ein halb aufgegessenes Schinkensandwich drin. Böser Fehler.

      Like

  3. Ihr habt Mut, das muss man sagen, und der hat euch ja auch einige sehr schöne Erlebnisse beschert. Die ganz offene Korruption ist ein Ding, und gut, dass er euch wiedererkannt hat, sonst hättet ihr vielleicht zweimal blechen müssen. Wie immer geht mit Humor alles besser. Das Frühstück könnte mir gefallen, allerdings nur mit Käse. Die Leute, die ich kenne, die nach Dom Rep reisen, bleiben meistens in ihrer Hotel-Enklave oder nehmen an vom Hotel organisierten Bustouren teil. Vom wirklichen Leben bekommen sie dann natürlich nichts mit. Hört sich für mich alles in allem nach einem tollen, wenn auch manchmal abenteuerlichen Urlaub an.

    Gefällt 1 Person

  4. Die einsamen Strände haben wirklich Postkarten-Potential. Da könnte ich es auch mit einer eingeschränkten Wasser- und Stromversorgung aushalten. Das die Geheimtipps so überlaufen sind, ist ja mittlerweile Alltag. Der Nachteil von Internet und für jeden frei verfügbaren Informationen. Da kann man nur einen großen Bogen drum machen, so wie um alle Touristenattraktionen. So lernt man dann ja auch diese abgelegenen Orte und malerischen Strände kennen. Und wenn das kulturelle Angebot dann doch zu eingeschränkt ist, kann man ja ein Lebensmittelmuseum besichtigen 😄 – sehr geschäftstüchtig und findig, so lockt man Touristen an. Und immer noch charmanter, als die noch geschäftstüchtigere Polizei. Alles in allem klingt das aber doch nach einem sehr spannenden und auch schönen Urlaub.

    Viele Grüße!

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, das stimmt , wir haben uns recht wohl gefühlt, auch weil die Leute so entspannt und friedlich waren. Nix gefährlich und kriminelle, wie einem die Tourveranstalter in den Hotels weismachen wollen.

      Wenn alle zu den In-Spots rennen , muss man halt grad nicht da hin, sondern die Attraktionen aus der zweiten Reihe nehmen. Meist sind die kaum weniger schön und oft sehr entspannt.

      Like

  5. Toller Bericht Marco, vor allem informativ: Da kann, ja man sich den Reiseführer sparen. Die Tipps zu den Mahlzeiten oder lokalem Kaffee und KahKow fand ich aufschlussreich. Zur korrupten Polizei – harmlos. Das reicht jetzt bis ins Weiße Haus weiter nördlich. Jedenfalls, Danke für die vielen Eindrücke jenseits der Pauschal-Touris.

    Gefällt 1 Person

    1. Ich glaube , das sind zwei Welten, Pauschaltourismus und Individualreisen. Muss halt jeder selbst wissen, was ihm liegt. Uns gefällt es besser, wenn man ein bisschen was von Land und Leuten mitbekommt, auch wenn es dann nicht perfekt ist.

      Gefällt 1 Person

  6. Und einmal mehr ein gelungener Beitrag. Das kulturelle Angebot der Insel finde ich beeindruckend, so viele Museen! Und die Exponate sind sogar käuflich zu erwerben, wo gibt es denn sowas heutzutage noch 😉 Dass die „Politur“ verhindert, dass den Touris die Fresse poliert wird, ist ein Widerspruch für sich – aber den Part übernimmt dann wohl bei Nichtbezahlung die Verkehrspolizei. Die authentische Luxuswohnung, sehr cool. Ähnlich authentisch habe ich in Nepal gewohnt, während unten an einem Baustellenrohr, aus dem Wasser kam, ganze Familien zum Waschen und Wasserholen kamen. Hat euch die individuelle Tour gefallen oder hättet ihr im Nachhinein doch lieber was organisiertes gebucht?

    Ach ja. Ein polnisches, VEGETARISCHES Restaurant? Das widerspricht allem, woran ich glaube *lach*

    Gefällt 1 Person

    1. Wir sind generell nicht die Typen für organisierte Reisen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Wir wollen im eigenen Rhythmus reisen und nicht im vorgegebenen Takt einer Gruppe. Von daher würden wir es wieder so machen. Aber das kann ja jeder selber entscheiden.
      Vom Balkon aus das echte Leben zu beobachten, war schon sehr interessant. Das gibt viele Denkanstöße, weil manches so anders läuft als zuhause. Aber es läuft.
      Das mit den Museen ist echt frech. Zum Glück gibt es Bewertungen in Google, wo man anderen Reisenden Hinweise geben kann.

      Like

  7. Das Wort Museumsshop hat eine neue Bedeutung. Immerhin, der Bericht war der Beweis, dass man auch aus der dem nicht so ganz massentourismuskompatiblen suspekten DomRep noch was machen kann!
    Aber Schwertfisch direkt am Strand… da hätte ich nicht widerstehen können. Da hätt ich doch mal gefragt, ob man mitessen kann. Auch wenn das Feuer mit dem billigen Benzin angezündet wurde.

    Like

          1. Vermutlich nicht mal. Die Bauvorschriften würden nur noch einen Abriß zulassen. Es sei denn, der Bürgermeister bekommt Angst, er müßte die Leute irgendwo unterbringen. Dann werden sämtliche Augen, die Hühneraugen mitgerechnet, zugedrückt.

            Gefällt 1 Person

  8. Da habt ihr ja im zweiten Teil das andere Extrem mitgenommen: weitgehend außerhalb der touristischen Blase, vom „Luxus“-Apartment mal abgesehen 😁. Der Marketinggag mit dem als Museum bezeichneten Laden hat mich sehr beeindruckt! Das sollte wirklich Schule machen. Und Bildung kann ja bekanntlich nie schaden. Das Frühstück hätte mir dort wohl auch gefallen, der kulinarische Rest nur bedingt. Danke fürs Mitnehmen!

    Gefällt 1 Person

    1. Ja stimmt, wir hatten tatsächlich im ganzen Urlaub das Gefühl, dass es in der Dom Rep nur die beiden Extreme gibt. Entweder voll Pauschaltouristisch oder aber ganz unerschlossen. Nix dazwischen. Aber schön war es trotzdem. Die Mischung macht den Reiz. Und Essen (besonders vegetarisch) war nicht so schlimm wie befürchtet.

      Like

Hinterlasse eine Antwort zu Kasia Antwort abbrechen