DOM REP für Selbst(fahrer)mörder

Wer von seinem Leben eh nichts mehr erwartet, kann die Dominikanische Republik mit dem Mietwagen auf eigene Faust erkunden. Alle anderen brauchen gute Nerven.

Zunächst einmal möchte ich der Gewerkschaft Verdi ein herzliches Dankeschön aussprechen. Wir hatten nämlich lange zwischen den Abflugorten München, Frankfurt und Zürich geschwankt. In den letzten Jahren hatte so häufig irgendein wichtiges Rädchen im Getriebe des deutschen Flugreisebetriebs gestreikt, dass man meinen könnte, man fliege mit der griechischen Müllabfuhr. Mal waren es die Fluglotsen, dann die Piloten, später hatte sich das Bodenpersonal mit dem Catering abgewechselt und das Kabinenpersonal wollte genauso wenig unterbezahlt sein wie die Leute am Securitycheck. Deshalb flogen wir nun entspannt lächelnd vom Flughafen Zürich, während Verdi die deutschen Flugplätze lahm legte.

Blick aus dem Edelweiss-Flugzeug
Schweizer Zuverlässigkeit

Vor der Abreise wurden wir eindringlich gewarnt, auf keinen Fall unser Resort ohne Guide zu verlassen. Das sei in der Dominikanischen Republik viel zu gefährlich. Aber Gefahr ist die Sahne auf der Torte der SinnlosReisenden und so buchten wir einen Selbstfahrer-Mietwagen, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Schließlich wussten wir schon aus Ägypten, dass die All-Inclusive-Branche gerne den Touristen Angst macht, um selber das Geschäft zu überhöhten Preisen abzugreifen.

Einzig im Dunkeln wollten wir nicht fahren. Unter keinen Umständen. Denn das hatte schon den legendären Falco das Leben gekostet. Aber da unser Flug am späten Nachmittag landete, sollten wir die erste Unterkunft noch bei Tageslicht erreichen. Dachten wir.

Ankunft in Punta Cana

Während wir im Terminal von Punta Cana eine gefühlte Ewigkeit lang dem Mitarbeiter des Autovermieters mit wachsender Ungeduld beim Abtippen unserer Daten zugesehen hatten, stürzte sich draußen die Sonne ohne Vorwarnung ins karibische Meer. Wir fuhren also entgegen allen Planungen in völliger Dunkelheit zum Hotel. Ein einziger Horror!

Motorradfahrer und Autos kamen uns auf der falschen Straßenseite ohne Licht entgegen. Umso heller blendeten die Fernlichter der Lastwagen, die beim überholen unsere Fahrbahn in eine Todeszone verwandelten. Dazwischen wimmelten Kinder und Betrunkene ziellos auf der Straße durcheinander. Aus einem parallelen Schattenuniversum materialisierten sich beeindruckende Schlaglöcher direkt unter unseren Reifen und suizidal veranlagte Hunde warfen sich auf die Fahrbahn. Mit feuchten Achseln und nervös zuckendem Bremsfuß stieg ich am Hotel aus dem Auto. In dieser ersten Nacht trat ich im Traum so heftig auf die Bremse, dass ich meine Bettdecke auf den Boden strampelte.

Ein paar Beobachtungen zu den Motorradfahrern: bei ihren Fahrzeugen schrauben sie zuallererst mal alle Lampen und den Spiegel ab, um Gewicht zu sparen. Dann fahren sie ohne Helm, weil der beim Blick nach hinten stört – es gibt ja keinen Rückspiegel mehr. Aus Kostengründen wird solange gefahren, bis der Reifen platzt. Alles andere wäre Verschwendung.

Motorroller
Moped ohne Blinker und Spiegel und mit nur einem Bremshebel

Häufig sieht man am Straßenrand einen Fahrer, der Rum aus einer notdürftig mit einer Papiertüte verdeckten Flasche trinkt. Kurz darauf überholt dann dieses Fahrzeug in einem Tempo, als ob der leibhaftige Teufel hinter ihm her wäre. Und wenig später sieht man denselben Fahrer wieder am Straßenrand stehen, wo er in aller Seelenruhe mit Kollegen schwatzt und wieder ein paar Schlucke aus der Buddel nimmt. Nachtanken. Gelegentlich endet das mit einer Nutzungs-Umwidmung des Fahrzeugs.

Kinderspielplatz

Kein Wunder, dass die Dom Rep die weltweit höchste Rate an Verkehrstoten aufweist, viermal so hoch wie Indien. Ein bisschen beruhigte mich die Tatsache, dass es überwiegend Zweiradfahrer erwischt, denn eines war mir sehr klar: in diesem Land wollte ich auf gar keinen Fall in die Verlegenheit kommen, medizinische Versorgung zu benötigen.

Schild Farmacia
Der Apotheker deines Vertrauens

In Punta Cana hatten wir ein Apartment gemietet, um uns zu akklimatisieren. Die Wohnanlage hatte einen Pool mit einer heimtückischen Besonderheit.

Pool ohne Leiter
Pool mit kleinem Fehler

Richtig, der Pool hat weder Treppe noch Leiter. Man kann sich ganz leicht hineingleiten lassen, aber für den Ausstieg sollte man ein Minimum an Sportlichkeit aufweisen. Ein älterer Hotelgast rief nach mehreren vergeblichen Versuchen das Sicherheitspersonal, weil er den Pool aus eigener Kraft nicht mehr verlassen konnte.

Die Strände von Punta Cana sind wunderschön, aber völlig überlaufen. Hier feiert der Pauschalurlauber hemmungslos seine Exzesse. Partyboote mit wummernden Bässen bringen ihre Gäste auf eine Sandbank, auf der sie bis zum Bauch im lauwarmen Wasser stehend Freibier geniessen können. Das ist bequem, weil man sich den Toilettengang sparen kann. Man kann die wilde Banane reiten, sich am Gleitschirm in die Luft ziehen lassen, in engen Käfigen eingesperrte Delfine anschauen oder sich gemeinsam mit Piraten billigen Rum hinter die Binde kippen.

Piratenschiff in Punta Cana
Der Fluch der Karibik

Auch beliebt: Ausflugsboote, die ihre Gäste zwei Kilometer nach links an den schönsten Strand der Insel bringen und die dort wohnenden Gäste zwei Kilometer nach rechts an den schönsten Strand der Insel bringen. Eine klassische Win-Win-Situation, denn so kommt jeder Tourist einmal an den schönsten Strand und die Veranstalter zählen zufrieden die Dollarscheine. Wir hatten bald genug gesehen und machten uns auf den Weg in ein echtes Naturparadies.

Nationalpark Cotubanama und die Insel Saona

Wir bezogen eine Wohnung in La Romana, die sogar warmes Wasser hatte, wenn man der Vermieterin am Vorabend Bescheid gab. Von dort aus machten wir einen Tagesausflug in den Nationalpark Cotubanama. Man kann sich entweder für 90 Dollar pro Person von Bayahibe aus mit dem Boot an die schönsten Strände der Insel Saona fahren lassen und sich dort mit Tausend anderen Touristen um den letzten Liegestuhl und den besten Selfiespot streiten. Oder man parkt einfach am Eingang des Nationalparks und läuft an einen Strand, den man dann wirklich für sich alleine hat. Ein kurzer Check auf dem Regenradar ergab grünes Licht: die ganze Karibik war an diesem Tag komplett regenfreie Zone.

Regenradar
Der Regenradar schweigt

Wir liefen eine knappe Stunde den Strand entlang, ohne eine Menschenseele zu treffen. Dann ließen wir uns nieder und genossen die karibische Natur.

Blüte exotisch
Überbordende Natur
Einsamer Strand
Allein am sonnenverwöhnten Karibikstrand

Nach einer Weile baute sich hinter uns eine dunkle Wolke auf. Ein Blick auf die Wetter-App gab Entwarnung: es handelte sich um ein harmloses lokales Regenwölkchen im Landesinneren, das uns nicht weiter beunruhigte.

Regenradar
Was ist das?

Nach einer halben Stunde begann es zu tröpfeln. Und wenige Sekunden später waren wir bis auf die Knochen durchnässt. Ein tropischer Regenguss erster Güteklasse hatte sich dazu entschlossen, genau über unseren Köpfen sein Wasser abzuwerfen.

Regenradar
Zur falschen Zeit am falschen Ort

Wir teilten uns einen Unterschlupf unter einem Busch mit Millionen Mücken, die ihre Chance auf eine stärkende Zwischenmahlzeit ausgiebig nutzten. Als die Wolke immer größer und dunkler wurde, traten wir den Rückzug an. Zwei Lessons Learnt nahmen wir von diesem Ausflug mit: das Wetter ändert sich hier schneller als der Regenradar aktualisiert wird und einheimische Pflanzen bieten keinen Schutz vor tropischen Regengüssen.

Straße im tropischen Regen
Tropenregen
Straße mit Überschwemmung
Nach dem Regen

Die Mücken haben sich hier perfekt im Zweischichtbetrieb organisiert. Nachts bearbeiten die Anophelesmücken (Malaria) die Schlafenden. In der Morgendämmerung gibt es eine ordentliche Übergabe inklusive Blutstatus an die Tagschicht. Dann übernehmen die tagaktiven Aedesmücken (Zikavirus, Denguefieber und Chikungunya) und geben den unausgeschlafenen Touristen den Rest. Schrecklich!

Santo Domingo

Die Hauptstadt der Dominikanischen Republik bietet im Gegensatz zu den meisten anderen Städten eine touristische Grundausstattung, die den SinnlosReisenden gut gefiel: eine kleine Fußgängerzone, eine Uferpromenade, etliche historische Gebäude und endlich einmal Gehwege, auf denen man vor Fahrzeugen sicher war. Es gab sogar Frozen Joghurt, was will man mehr?

Frozen Joghurt
Santo Domingo
Leben auf der Gasse
Santo Domingo
Parkverbot ganz einfach

Nach der Entdeckung durch Christoph Kolumbus schickte die spanische Krone Soldaten, um die Insel zu erobern. Die lange spanische Herrschaft erkennt man heute noch an den frei laufenden Stieren.

Stier in Santo Domingo
Achtung wütender Stier!

Nach den Soldaten kamen die Missionare und versuchten, die Heiden zum katholischen Glauben zu „überreden“.

Gesichter an Kathedrale
Die ersten Missionare – Begeisterung sieht anders aus

In Santo Domingo wurde die erste militärische Befestigung des amerikanischen Kontinents gebaut, zur Verteidigung gegen Piraten und andere ambitionierte Europäer.

Burg Santo Domingo
Die erste europäische Festung in Amerika…
Soldaten Santo Domingo
… wird bis heute streng bewacht

Im Jahr 1844 trennte sich das Land von Haiti und wurde unabhängig von Spanien. Entscheidenden Anteil an der Gründung der ersten Republik hatten die Herren Duarte, Sánchez und Mella, die hier wie Heilige verehrt werden.

Pantheon de Patria
Pantheon de la Patria
Staatsgründer
Die Staatsgründer

Ein Aufseher an der Gräbern der Staatsgründer erklärte uns die komplette Landesgeschichte und berichtete uns stolz, dass er persönlich die Leichen mit Kokosnussöl einbalsamiert habe. Vielleicht sind meine Spanischkenntnisse aber nicht gut genug, um alles richtig zu verstehen.

Jedenfalls brauchte es mehrere Kriege gegen Haiti und Spanien sowie blutige Aufstände gegen die amerikanische Besatzung und eine Militärdiktatur bis schließlich die Vierte Republik ihre heutige Form erreichte. Die bewegte Geschichte brachte zahlreiche Nationalhelden hervor, die mit Büsten geehrt werden. Offenbar rechnet man mit weiteren Turbulenzen, denn es sind noch Plätze frei.

Heldendenkmal
Freie Position für Nationalhelden

Zentraler Platz in der Zona Colonial von Santo Domingo ist der Parque Colón. Umrandet von ehemaligen Stadtpalästen und der Kathedrale spielt hier das Leben. Angeblich hat Kolumbus noch persönlich an die Bäume auf dem Platz gepinkelt.

Palast in Santo Domingo
Palast am Parque Colón
Schicke Abendgarderobe

Ich bin ja ein hoffnungsloser Tanztölpel, aber die Dominikaner können ihre Hüfte beim Tanzen wie einen dritten Arm bewegen. Und das tun sie auch, sobald irgendwo Musik ertönt.

Straßenmusikanten
Tanzgruppe vor Kathedrale
Tanzvergnügen am Parque Colón
Folklore

Die Umgebung von Santo Domingo

Nicht weit von der Hauptstadt entfernt befindet sich die Höhle der Wunder. Das Wunder beginnt schon am Eingang, wo ganze Herden der seltenen endemischen Nashornleguane in der Sonne liegen. Die schlauen Tierchen haben schnell gemerkt, dass hier leckeres Futter verteilt wird.

Nashornleguane
Nashornleguane

In der Höhle wundert man sich über die Tropfsteine, die der Kalk hier auf den nackten Fels gezaubert hat.

Stalatktiten
Die Höhle der Wunder
Höhle der Wunder
Stalaktiten

Die Höhle wurde schon von den Taino-Indianern genutzt, die hier einen perfekt klimatisierten Unterschlupf fanden. Der neugierige Tourist findet ein Kinderzimmer und überraschende technische Innovationen.

Höhle der Wunder Wandmalerei
Das Kinderzimmer der Tainos
Höhle der Wunder Aufzug
Der elektrische Lift der Tainos

Am Ostrand von Santo Domingo steht eine weitere Sehenswürdigkeit, die der sinnlos Reisende auf keinen Fall verpassen sollte: das hässlichste Monument der Welt. Ein überdimensioniertes Steindenkmal zu Ehren von Cristóbal Colón, wie der alte Indienkenner Christoph Kolumbus hier genannt wird.

Faro de Colon
Faro a Colón
Faro de Colon
Im Inneren des Faro

Im Inneren des Denkmals werden in verschiedenen Räumen die wesentlichen Eckpunkte der Menschheitsgeschichte präsentiert. Beispielsweise die Entdeckung der Insel durch Christoph Kolumbus. Warum die damals hier lebenden Taino-Indianer dabei Grund zum Feiern haben sollten, bleibt ein bisschen schleierhaft. „Hurra, die Europäer haben uns entdeckt! Endlich bekommen wir Glasperlen, Sklaverei und Pocken.“

Faro de Colon
Dominikaner feiern ihre Entdeckung

Zu fast allen Ländern gibt es hier eine Ausstellung, darunter einige Kuriositäten. Unübertroffen ist die biblische Darstellung einer Prozession aus dem lange verschollen geglaubten Testament der Schlümpfe.

Jesus reitet auf grünem Drachen mit Schlümpfen
Die Schlümpfe mit Jesus auf dem grünen Drachen

Interessant ist auch, wie Süddeutschland von den Dominikanern gesehen wird: Skispringer fliegen massenhaft vom Schwarzwald über Schloß Neuschwanstein und die Münchner Frauenkirche bis in die Alpen. Ich vermute, die Künstler waren noch nicht persönlich vor Ort, sondern haben allenfalls eine Übertragung der Vierschanzentournee im Fernsehen gesehen. Denn üblicherweise springen wir Süddeutschen nicht bis in die Alpen, höchstens bis ins Allgäu. Bei guter Thermik.

Süddeutschland
Süddeutschland in den Augen des Dominikaners

Nach so vielen kulturellen Erkenntnissen zogen wir von der Haupstadt weiter ins Hinterland der Dominikanischen Republik. Was wir dort erlebten, will ich euch im nächsten Beitrag berichten.

Avatar von Unbekannt

Autor: sinnlosreisen

Geschichten über die lustige Seite des Urlaubs

53 Kommentare zu „DOM REP für Selbst(fahrer)mörder“

  1. Die Dom Rep hatte ja mal einen anderen Ruf, aber was Du berichtest klingt toll und vielfältig – mehr als nur Strand (oder Pool; aus Eurem wäre ich auch nur mit Nothilfe wieder rausgekommen :-)). Vor allem Santo Domingo würde mich reizen. Das mit dem Selberfahren… I feel your pain. Man wacht morgens jedesmal dankbar auf.

    Gefällt 2 Personen

  2. Das war wieder ein Reisebericht, der eine Freude zu lesen war, vielen Dank! Für mich wären die Mücken das Schlimmste, denn wenn ich da bin, sind alle anderen Mitreisenden in Sicherheit. 😉
    Die Dominikaner leben gefährlich und haben Humor (schönste Strand der Insel, Apothekenschild). Immerhin wart IHR am schönsten Strand der Insel mit toller Natur. Die Blüte ist wunderschön, was auch immer das ist.

    Gefällt 1 Person

  3. Tja, die Natur wäre viel schöner ohne so viel Natur. Das stellen wir sogar im heimischen Wald immer wieder fest und da freuen sich wahrscheinlich nicht halb so viele Stechmücken über das All-you-can-eat-Buffet. Oder was auch immer einem hier um den Kopf schwirrt, vielleicht sind es ja auch nur verirrte Skispringer 🙄

    Gefällt 1 Person

  4. Mhm … ich muss wohl noch mal die Liste meiner Reiseziele checken, aber Dom Rep steht glaube ich nicht drauf. Ich lass das mal so.

    Trotzdem danke für die Eindrücke. Ich war mal in Kuba, nächstes Jahre vielleicht Costa Rica, dass sollte aus der Ecke der Welt reichen 😉

    Aber mal sehen, vielleicht mich der nächste Beitrag noch um

    Gefällt 1 Person

    1. Wir fanden es insgesamt gar nicht so übel. Man braucht halt gute Nerven beim selbst fahren, aber wer schon mal in Indien war, den schockt nichts mehr. Viele Leute buchen eine Unterkunft an einem der wunderschönen Strände und lassen sich dann zu den wenigen Sehenswürdigkeiten hinfahren. Dann sollte alles entspannt sein.

      Aber Costa Rica ist natürlich sensationell, ich hatte dazu ja auch schon berichtet.

      Gefällt 1 Person

      1. ‚Wer schon mal in Indien war, den schockt nichts mehr“ … cooler Spruch, den Touri-Agentur Indiens mal besser nicht übernimmt.

        Aber ich war ja auch schon mehrere Male da und werde es wieder tun. Love it or hate it.

        Gefällt 1 Person

  5. Der intensive Tag- und Nachtdienst der Mücken finde ich auch sehr anstrengend. Ich hatte schon Chikungunya- und Dengue-Fieber- beides definitiv nicht nette Geschenke dieser blutsaugenden Gardisten. Das der Verkehr noch gefährlicher sein kann als in Indien ist beruhigend zu wissen 😉 Liebe Grüsse aus Südindien Irène

    Gefällt 2 Personen

    1. Na ja, ob der Verkehr in Indien ungefährlicher als in der Dominikanischen Republik ist, will ich nicht behaupten. Es kommt ja immer drauf an, auf welche Zahl man die Verkehrstoten bezieht. Auf die Anzahl der Bewohner eines Landes, auf die Anzahl der Fahrzeuge, auf die gefahrenen Kilometer, oder auf die Quersumme der Wochentage mit Vollmond.

      Diese Viren sind schon eine Geisel. Zum Glück sind wir verschont geblieben.

      Gefällt 1 Person

    1. Keine Ahnung! Warum fragst du? Eine Recherche bei Wikipedia lässt mich nachträglich gruseln. Zitat: „Bei Regen wird Milchsaft aus den Blättern abgesondert, der, wenn man währenddessen unter dem Baum steht, zu Blasenbildungen auf der Haut und zu Augenreizungen führen kann.“ Mmpfh!!!

      Like

  6. Ging gut los und turbulent weiter, wie so oft bei den Sinnlosreisenden 😁. Zu. Glück ist euch Falcos Schicksal erspart geblieben. Ich bin auch unendlich dankbar, dass ihr mich darin bestärkt, nicht unbedingt in die DomRep zu reisen. Meine latenten Vorurteile hast du an der einen oder anderen Stelle deines Berichts durchaus bestätigt, wenn auch mit dem dir eigenen großartigen Humor. Aber Santo Domingo könnte mir wohl gefallen. Und die Höhlen. Die Leguane sowieso. Hm, doch ein paar Gründe, mich dort mal umzusehen? Ach, ich warte einfach mal noch die Fortsetzung hier ab 😎.

    Gefällt 1 Person

    1. Das verstehe ich voll. Uns ging es ähnlich, denn man kennt die Dom Rep als Pauschalurlaubsziel. Deshalb sind wir nach mehreren Jahren des Überlegens hingefahren, um es auszuprobieren. Und waren hin- und hergerissen. Unterm Strich fanden wir es dort nicht schlecht, aber auch nicht soooo genial, dass wir da unbedingt wieder hin müssten. In der Kombi mit New York war es aber eine runde Sache.😏

      Gefällt 1 Person

  7. Also, bei dem letzten Bild habe ich mal wieder so einen Lachanfall erlitten, dass Stefan erschrocken von seinem Ebook Reader hochgeschaut hat 🙂 Ich kann bestätigen, dass ich regelmäßig vorbeiziehende Süddeutsche am Himmel sehe, wenn ich in der Region bin. In der Wintersaison treten sie je nach Witterung in größeren und kleineren Schwärmen auf.

    Der Verkehr auf der Insel scheint was für Erprobte zu sein. Doch in Anbetracht der hohen Todesrate weiß ich nicht, was besser ist: selbst fahren und das beste hoffen oder sich in die Hände eines lokalen Fahrers zu begeben und hoffen, dass er weißt, was er tut? Auf Skiern überfließen scheint mir die vernünftigste Lösung zu sein. Hat den Vorteil, dass auch die Mücken auf dieser Höhe nicht mehr anzutreffen sind. Für deinen nächsten Besuch dort weißt du also, was zu tun ist. Ich habe gerne geholfen 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deine hilfreichen Tipps, wir verstehen uns 😉. Ich würde nächstes Mal eine Schneekanone mitnehmen und das ausprobieren.
      Ja, viele Besucher in Süddeutschland übersehen die Skispringer und denken, das wären Schwärme von Gänsen oder Graureihern.
      Ich persönlich tue mir schwer, mein Leben in die Hände eines Fahrers zu legen. Da versuche ich es lieber selbst.

      Gefällt 1 Person

      1. Wenn man die Unfallstatistiken betrachtet, ist es nicht gerade so, als ob die lokalen Fahrer es irgendwie besser drauf haben.
        Schneekanone, der Gedanke gefällt mir 🙂

        Gefällt 1 Person

  8. Ich war zwar noch nicht in der Dom Rep aber in Trinidad,Grenada, Barbados, Curacao und Isla Margarita die zu Venezuela gehoert. Das Autofahren ist dort manchmal ein Abenteuer aber man kann es ueberleben. Da habe ich immer meinen ehemaligen Kollgen beneidet. Der war 2001 in der Dom Rep und hat das Land gepriesen. Alles war perfekt, nur die Rundfahrt in Haiti war ein bischen kompliziert weil ein Soldat im Gewehr mitfahren musste. Allerdings moechte ich anmerken mein ehemaliger Kollege hat keinen Fuehrerschein und ist auch noch nie Auto gefahren. Der Busfahrer in der Dom Rep war jedoch bestens mit der Strecke vertraut und der Reiseleiter erklarte alle Bewohner der Dom Rep sind Mulatten. Daher gehen meine Gruesse an alle Mulatten in der Dom Rep.

    Gefällt 1 Person

      1. Der Zeitraum erstreckt sich von 1980 bis 2006. In der Zeit sind wahrscheinlich viele Leute schon mehr gereist. Jetzt ist meine Prioritaet auf dem Landweg quer durch Europa zu reisen.

        Gefällt 1 Person

          1. Wieso, wenn die weg sind gibts vermutlich auch keine Mücken mehr.
            Feldwespen sind nicht angriffslustig und stehen unter Naturschutz.
            Da ich bis heute morgen dachte ich hätte vielleicht Wildbienen oder sogar Honigbienen auf dem Vollsüdsonnebalkon.
            Sind nur wilde Wespen für die ich scheinbar Luft bin.
            Ich will die nur ungern stören im Moment.
            Das summt und brummt da und ist total voll.
            Interessant da zu gucken.

            Gefällt 1 Person

          2. Ah, verstehe. Wir haben auch so ein friedliches Wespennest im Gartenhaus, aber die gemeinen Zwetschgenkuchenwespen können ganz schön ungemütlich werden.

            Like

Hinterlasse eine Antwort zu elsakaspar Antwort abbrechen