Es kursieren immer noch zahlreiche Theorien, warum sich die Beatles wirklich getrennt hatten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie sich über die richtige Schreibweise ihres letzten Studioalbums „Lett It Be“ zerstritten hatten, das sie offensichtlich den Letten gewidmet hatten. Bis heute wissen die meisten Menschen immer noch recht wenig über den kleinen Staat im Baltikum. Deshalb gebe ich hier gerne ein paar nutzlose Informationen weiter, um Wissenslücken in der Bevölkerung zu schließen.
Lettland ist Mitglied von NATO und EU und nutzt den Euro als Zahlungsmittel. Deshalb kannst du das Land völlig problemlos bereisen, ohne lästiges Gefummel an deiner SIM-Karte. Nur die lettische Sprache ist ziemlich unverständlich, aber das ist in Bayern auch nicht anders. Lettisch klingt irgendwie wie eine Mischung aus Finnisch und Thailändisch, obwohl ich gestehen muss, dass ich keine dieser Sprachen beherrsche. Zum Glück sprechen viele Letten ein erstaunlich gutes Englisch und oft auch Deutsch.
Autokennzeichen ist nicht etwa LT, das nämlich zu Litauen gehört, sondern LV, abgeleitet vom englischen Latvia. Lettland besitzt in der EU den höchsten Frauenanteil in Führungspositionen (45%) und ist auch sonst sehr modern. Es gibt im Gegensatz zu Deutschland fast überall ein ausgezeichnetes Internet und alleine in Riga 800 kostenlose Wifi-Hotspots. Außerdem fahren die Züge pünktlich und man kommt mit dem ÖPNV fast überall problemlos hin.
So, jetzt bist du mit dem nötigen Grundwissen ausgestattet und es kann losgehen.
Die Altstadt von Riga
Von den 1,8 Millionen Einwohnern Lettlands wohnt etwa ein Drittel in der Hauptstadt Riga. Der Kern von Riga ist UNESCO Weltkulturerbe, weil sich die Architektur bis ins Mittelalter zurück verfolgen lässt. Wenn du genügend Zeit mitbringst, findest du hier über 500 historisch bedeutsame Gebäude.


Zwischen den alten Gemäuern trafen wir immer wieder auf diverse Tiergestalten. Einige kamen mir bekannt vor, andere erzeugten ein großes Fragezeichen in meinem Gesicht.




Einen kleinen Spaziergang von der historischen Altstadt entfernt, befindet sich die Freiheitsstatue von Riga.

Von dort liefen wir durch einen Park in den Zentralbezirk, der mit wunderschön restaurierten Häusern im Jugendstil glänzt.




Der Dom von Riga
Mit seinem übertrieben spitzen Turm sticht der Dom im Zentrum von Riga alle anderen Gebäude aus.

Im Kreuzgang neben dem Dom findet man alte Artefakte und eine Figur mit einer herausragenden Stellung.



Es handelt sich bei dem Herrn auf dem Podest um einen gewissen Albert von Buxhoeveden, Konditor und Gründer der Stadt Riga, wenn ich das richtig verstehe.

Die Innenräume des lutherischen Doms überraschen mit modernen Einrichtungen: es gibt ein Kinderspielzimmer und eine Spendenbox mit kontaktloser Bezahlmöglichkeit.


Die Orgel war mit ihren 6718 Pfeifen bei ihrer Einweihung die größte Orgel der Welt und ist auch heute noch absolut beeindruckend. Ich hätte zu gerne mal ein paar Akkorde rausgeblasen, aber der Zugang ist leider videoüberwacht.

Das Schwarzhäupterhaus
Im Mittelalter vereinigten sich in Riga unverheiratete Kaufleute zur Bruderschaft der Schwarzen Häupter. Im Jahr 1334 errichteten sie ihr Vereinsheim, das Schwarzhäupterhaus.

Im Wappen der Schwarzhäupter finden sich Personen aus einem Kulturkreis, den ich nicht sofort mit Lettland in Verbindung bringen würde.

Der Mohrenkopf hat aber nicht etwa mit dem Schokoladenhersteller Sarotti zu tun, was mich sehr neugierig gemacht hätte. Er ist das Symbol des Heiligen Mauritius, den die Schwarzhäupter als Patron gewählt hatten.

Im Haus gibt es prunkvolle Säle und einen Keller, in dem Artefakte aus dem Leben der Kaufleute ausgestellt sind.



Essen und Trinken in Riga
Auf Reisen kannst du dir nie sicher sein, was das Schicksal an unangenehmen Überraschungen bereit hält. Du könntest unerwartet von einem marodierenden Kugelblitz in Tausend Stücke zerfetzt werden oder noch schlimmer, durch ein fieses Wurmloch in eine andere Galaxie gesaugt werden, in der es keine Schokolade gibt. Aber in einer Sache kannst du dir absolut sicher sein: du wirst in Riga nicht verhungern!
Schon zum Frühstück gibt es Hering mit Kartoffelpuffern und die Süßigkeiten werden hier als Meterware verkauft.


Die ganze Pracht des lettischen Speiseplans kannst du im Zentralmarkt von Riga bewundern. Der Markt befindet sich in mehreren riesigen Hallen, die ursprünglich für Luftschiffe gebaut wurden. Die Hallen sind nach Themen sortiert, eine davon ist nur für Fisch aller Art reserviert.

Vor dem Zentralmarkt kann man sich das beliebte Kwass abfüllen lassen. Dieses fast alkoholfreie Erfrischungsgetränk wird aus vergorenem Brot hergestellt. Ich konnte das erst auch nicht glauben, aber das geht wirklich. Kwass schmeckt ähnlich wie Malzbier, aber frischer und nicht so süß. Lecker!

Eine Spezialität aus Riga ist der Schwarze Balsam, ein hochprozentiger Kräuterlikör, der angeblich gegen zahlreiche Beschwerden hilft. Nach einer Legende wurde schon die Zarin Katharina die Große damit geheilt. Es könnte aber auch sein, dass der Patient seine Gesundung nur vorgibt, um auf keinen Fall noch eine zweite Dosis von dem Bitterlikör verabreicht zu bekommen.


Das Anatomiemuseum
Im Anatomiemuseum von Riga werden erstaunlich viele Präparate von allen möglichen menschlichen Körperteilen ausgestellt. Vom Skelett bis zu eingelegten Organen ist hier alles zu finden; manches davon wollte ich gar nicht so genau wissen.


Im Keller befindet sich eine Abteilung mit menschlichen Fehlbildungen. Hier gilt mit gutem Grund ein Fotografierverbot. Freunde von Horrorfilmen müssen feststellen, dass die Realität manchmal schlimmer als jeder Gruselschocker sein kann. Als praktizierender Hypochonder entdeckte ich sofort ein Dutzend unheilbare Erbkrankheiten bei mir selbst.
Lettland und die Russen
Lettland hat fünf Nachbarn. Weißrussland, Litauen und Estland verhalten sich friedlich. Die Ostsee ist überwiegend friedlich. Russland hat eine eigene Definition für den Begriff „friedlich“ entwickelt.
Die Letten haben unter sowjetischer Besatzung ein angespanntes Verhältnis zu Russland entwickelt. Die „Befreiung“ Lettlands von den Nazis durch die sowjetische Armee schmeckte ziemlich bitter. Zigtausend Letten wurden nämlich damals von Stalin nach Sibirien deportiert und durch linientreue Russen ersetzt.
Heute sind etwas mehr als ein Viertel der Bevölkerung Lettlands ethnische Russen. Sie haben einen Sonderstatus als offizielle Nicht-Bürger, die weder wählen noch offizielle Ämter bekleiden dürfen.
Als Russland 2022 die Ukraine angriff, reagierte Lettland mit der Umgestaltung der Gegend um die russische Botschaft in Riga. Die Straße, in der die russische Botschaft liegt, wurde von der Stadtverwaltung in die „Straße der ukrainischen Freiheit“ umbenannt. Ich finde, das ist eine mutige und konsequente Haltung.




Sigulda

Sigulda liegt etwa 50 km entfernt von Riga mitten in den lettischen Wäldern. Die Burgruine des Schwertbrüderordens macht deutlich, dass hier über lange Zeit nicht viel los war.

Das änderte sich erst, als ein gewisser Prinz Kropotkin dort sein Schlösschen baute und eine kleine Armee von Blechsoldaten aufbaute.


Als wenige Jahre später eine Bahnlinie den Ort mit Riga verband, erkannte der Schlossherr das touristische Potential und entwickelte die Gegend zu einem beliebten Ausflugsziel. Heute kann man das Schloss mit seinen hübschen Innenräumen und der zeitlosen Technik besichtigen.


Fazit
Die SinnlosReisenden können eine Städtereise nach Riga uneingeschränkt empfehlen. Die Letten sind entspannte Gastgeber und die Stadt bietet jede Menge Sehenswertes. Und mit Bus und Bahn kommt man problemlos überallhin. Man könnte bei entsprechendem Wetter sogar bis an die Ostsee fahren.
Oh, ist das schön! Ich habe mich an vieles wieder erinnert, sogar an das gelbe Kwass-Fass. Der Markt in den Zeppelinhallen ist echt super, da bin ich immer gerne zum Essen hingegangen. Einfache Hausmannskost, Fleisch, Kartoffeln, ein paar Essiggurken, auf kleinen Tischen in irgendeiner Ecke dieser historischen Hallen.
Die Gegend um Sigulda ist auch wunderbar zum Wandern!
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Ja, der Zentralmarkt ist herrlich, auch wenn man gerade nichts braucht. Aber man findet eigentlich immer etwas, was man dann doch probieren muss. Ich kann mir gut vorstellen, dass man dort gut auch mal länger leben könnte.
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Ich erinnere mich an unseren Besuch in Riga mitten in einer Covid-„Pause“ (Juli 2020), Danke für die vielen Erinnerungen und Eindrücke. Mein Vater wurde als Kriegsverwundeter in Riga behandelt (und ihm durch eine Amputation, das Leben gerettet), das Krankenhaus gibt es heute noch. Die Kneipen in der Altstadt waren im Sommer 2020 leer – und wir liefen als einzige mit Masken herum 🙂
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Oh, dann hast du ja eine persönliche Beziehung zu dieser wunderschönen Stadt. Muss ziemlich schräg sein, wenn das so menschenleer ist. Normalerweise wimmelt es dort von Menschen.
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Danke, danke. Da will ich auch noch hin. Ich hab schon mal drüber nachgedacht, ob man da nicht von Berlin mit der Bahn hinfahren könnte. Kommt auf die Liste.
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Gute Idee! Wenn du erstmal aus Deutschland heraus bist, müsste es mit der Bahn auch problemlos funktionieren.
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Oh oh, ich kriege mehrer Bahn-Bus-Kombinationen mit mindestens 18 Stunden Fahrzeit … ich überlege mir das noch mal
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Ah, wieder ein klasse Beitrag, wie immer mit einer ordentlichen Dosis Humor gewürzt. Deine Beatles-Theorie klingt absolut überzeugend! So und nicht anders wird es gewesen sein. Ich kenne Riga von einem vor 17 Jahren stattgefundenen Betriebsausflug. Ich trieb seinerzeit mein berufliches Unwesen in einem Unternehmen, das sich mit Stadtentwicklung beschäftigte. Entsprechend haben wir da auch einschlägige Treffen und Führungen genossen. Besonders beeindruckend fand ich die seinerzeit frisch sanierten Jugendstilgebäude. Die waren richtig klasse.
Sprachlich sah es anno 2007 allerdings noch etwas düsterer aus als das, was du nun erfahren hast. Mit Englisch sah es da noch nicht so rosig aus. Im Zusammenhang mit dem von dir geschilderten problematischen Verhältnis zwischen Letten und Russen wurde die Verständigung auch nicht unbedingt einfacher 😅. Ich erinnere mich lebhaft an einen Restaurantbesuch mit einem Kollegen, der fließend Russisch sprach. Da wir mit meinem Englisch auf keinen grünen Bestell-Zweig kamen, versuchte er sein Glück auf Russisch. Was dazu führte, dass wir ab dem Moment ignoriert statt bedient wurden. Da spielte leider keine Rolle, dass es aus verschiedenen Gründen auf der Hand lag, dass wir keine Russen, sondern anderweitig ausländische Touristen sind, und nur versuchten, uns irgendwie zu verständigen. Zum Glück aber haben wir einen anderen Laden gefunden, in dem wir jenseits aller sprachlichen und politischen Befindlichkeiten bedient wurden.
Jedenfalls hat mich dein Bericht wieder auf Riga aufmerksam gemacht. Da möchte ich sehr gerne mal wieder hin. Schöne Stadt!
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Danke, ja, wundert mich, dass das mit den Beatles sonst noch niemand rausgefunden hat.
Die Jugendstilgebäude sind tatsächlich sehr schön. Leider haben die meisten überhaupt nicht auf meine Handykamera gepasst, so groß waren die.
Dein Erlebnis mit dem russischen Bestellversuch ist ja witzig (obwohl ihr damals wahrscheinlich eher nicht drüber lachen konntet), passt aber ganz gut zu meinen Eindrücken. In Riga herrscht ein deutliches Misstrauen gegen alles Russische, aus Erfahrung begründet.
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Ich war mal einen Tag in Riga, aus Arbeitsgründen, und hatte mir versprochen zurückzukommen. Ich hatte viel zu viel Geld umgetauscht (Dänemark hat keinen Euro), und das Essen war überall so billig. Dafür habe ich mir dann zwei wunderschöne Keramikhäuschen gekauft. Ich hoffe, mit meinem Mann einmal dorthin zu fahren. Vielen Dank dafür, dass du mich mit deinen schönen Fotos an Riga erinnert hast.
Der arme Löwe, nun kann er nicht mehr Klavier spielen … 😀
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So richtig knall-billig fanden wir das Essen nicht, aber deutlich günstiger als in Deutschland. Kommt natürlich auch drauf an, wo und was man isst. Die Euros hast du ja hoffentlich nicht weggewofen…
Ja, der Löwe hatte so einen empört-beleidigten Gesichtsausdruck; den musste ich einfach ablichten.
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Ich denke, dass es so um die 14 Jahre her sind, als ich in Riga war. Da war alles noch billiger. Und Essengehen ist überall billiger als in Dänemark, ausser in Schweden und Norwegen.
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Ah, das erklärt den Unterschied. Wir hatten die asiatischen Preise zum Vergleich, wo Essen teilweise so billig ist, dass man sich wundert.
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Den hätte ich auch, wenn mir Richard Löwenherz die Pfoten abhackt… 🙂
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Hoffentlich nicht! Grins.
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Das klingt ganz nach einem gelungenen und hochinteressanten Trip. Da bekommt man glatt Reiselust – vielleicht aber eher zu einer etwas weniger eisigen Jahreszeit. Wobei der schwarze Balsam sicher auch eine wärmende Wirkung hat – oder friert man einfach nicht, damit man das nicht trinken muss?!
Allerdings steht die Ostsee als Tauchrevier nicht gerade weit oben auf der Wunschliste. Es könnte also dauern, bis ich mich mal in diese Gegend verirre. Bis dahin muss ich halt mit Reiseberichten wie diesem Vorlieb nehmen.
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Ja, das bietet sich für einen Kurzurlaub an. Und bei wärmerem Wetter ist da bestimmt viel los in der Stadt. Tauchen ist hier allerdings eher nicht angesagt.
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Aufgrund der wenig einladenden Nachbarschaft, also zumindest eines Nachbarn, der es im Neusprech Orwell’scher Manier recht weit gebracht hat (nicht, dass alle anderen sich nicht bemühen würden!), eine mutige Reise. Mir ist jene Region fremd, ich war zwar schon etliche Male an der Nord-, aber noch nicht oft an der Ostsee und da nicht weit. Das, frei nach Grass, etwas trübe schmatzen und schwappen, das typische Ostseegeräusch, lockte mich nicht. Doch die Entwicklung dieser 3 kleinen Länder am Ostseestrand ist ja wirklich faszinierend. Von wild herumberserkernden Deutschrittern – man nannte das christianisieren, selbst wenn die zu Unterdrückenden längst christlich waren -, etwelchen vitalen Brüderschaften auf dem Meer bis hin zu den weit bis ins Binnenland schrecklichen Großmachtsphantasien der Schweden… Doch, das wäre mal ein Reiseziel.
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So, jetzt entdecke ich, dass mein Kommentar, der auch den riesigen Nachbarn erwähnte, anonym war… ne, das will ich nicht. Nachbesserung, hoffentlich klappt das jetzt:
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Ich habe es am Schreibstil schon vermutet 😏, aber schön, dass du dich outest.
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Ja, das mag ich nicht, aber manchmal passiert es. Es reicht ja schon, dass ich für meine Seite ein hübsches (?) kleines Palindrom als Pseudonym verwende!
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In so ziemlich jedem Land außer Deutschland fährt der ÖVP pünktlich und das Internet funktioniert. Aber Lettland soll da nochmal fortschrittlicher sein.
Die Blecharmee am Schloss entspricht in etwa der chinesischen Terrakotta Armee, ist nur nicht ganz so berühmt, vermute ich 🙂
Die Post an die russische Botschaft in Warschau geht seit geraumer Zeit in die „Straße der Opfer russischer Aggression“ und aus dem Fenster der Botschaft ist ein großer, blaugelber Schriftzug zu sehen: „Slava Ukraini“. Doch das lettische Plakat auf dem Gegengebäude mit diesem roten Hintergrund, einfach wunderschön. Das ist Kunst, die bewegt. Da haben sich die Letten selbst übertroffen 😉
Ich finde die Mischung spannend aus erhaltener Geschichte und der hochmodernen Lebensart der Menschen. Digitalisierung, der Frauenanteil in Führungspositionen und viele andere Dinge zeigen uns, dass wir längst nicht mehr so weit vorne sind wie wir immer denken und dass uns andere Länder, die wir nicht auf dem Schirm hatten, überholt haben. Tolles Land, das ich bald besuchen möchte. Vielleicht noch bevor der „große Bruder“ beschließt, dem Baltikum mit „Freundschaftsbekundungen“ aufzuwarten.
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Ja genau, du bringst es auf den Punkt: die Mischung aus alt und neu macht den Reiz aus. Ich kann den Besuch echt empfehlen, vielleicht noch besser wenn es ein bisschen wärmer ist. Die vielen Stühle draußen vor den Bars und Cafes deuten darauf hin, dass dann echt was los ist.
Wir machen auch immer öfter die Erfahrung, dass es in anderen Ländern viel leichter funktioniert – Digitalisierung, ÖPNV, … Man sollte unseren Meckerern und den Politikern mal einen Urlaub in so einem Land verordnen. Das hilft gegen Überheblichkeit und spornt an. Hoffentlich. Vielleicht.
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Hi, bin gerade auf deinen Blog gestossen. Warum so spät? Weiss ich auch nicht. Sehr schöne Schreibe und gute Mischung von „Was man vielleicht wissen sollte“ und „Den kleinen Dingen und Spässen“ die man so erlebt.
Wir d.h. eine lockere Motorradtruppe aus dem Harz, sind im Mai 2024 die „kleine Ostseerunde“ auf unseren Harleys gefahren. Ja, das Baltikum ist zu empfehlen. Vieles von deinen Erlebnissen in Riga kann ich bestätigen. Der Titel von deinem Post mit der Geschichte dazu ist dabei natürlich herausragend. Manchmal lohnt es sich eben ein wenig weiter zu denken 😀.
Zu den alten Steinen, in Sigulda gibt es auch noch eine Bob–Bahn. Da finden im Winter waghalsige Rennen statt. Im Sommer kann man, wenn man Glück hat, in einem Bob mit Rädern da runter donnern. Nicht als Selbstlenker selbstverständlich, man darf nur mitfahren. Das ist aber so beeindruckend, dass man die Wintersportler spontan für lebensmüde hält. Dabei fährt man selbstverständlich „nur“ mit 60-80 Kmh, im Winter ist die Nummer fast doppelt so schnell.
Gönnt man sich das ganze Baltikum im Urlaub, dann der Hinweis auf die Fähre ab Kiel nach Klaipeda in Litauen. Die nehmen alles mit, also von den Füssen über Fahrräder bis hin zu Motorrädern und Autos. Vorteil: Die Anreise ist entspannt,
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Hi, herzlich willkommen! Freut mich, wenn dir meine Texte gefallen.
Mit dem Motorrad kann ich mir das Baltikum sehr schön vorstellen. Ist ja überwiegend nicht so dicht bebaut und vom Verkehr her entspannt, wenn man von den Großstädten absieht. Litauene steht auch noch auf unserer Liste, mal sehen, ob das bald mal klappt.
Wir waren im Oktober in Lettland und wir konnten uns ganz gut vorstellen, dass es hier im Winter ziemlich wintersportlich wird. Die Bobbahnen haben wir gesehen.
Viele Grüße, Marco
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