SinnlosReisen rettet das Klima

Das ist natürlich eine steile These zum Jahresende, aber lass dich überraschen!

Neulich fragte mich ein Bekannter, wie ich denn meine Flugreisen mit meinem Gewissen vereinbaren könne. Wegen der Klimakatastrophe. Und wie ich denn damit leben könne, dass ich meinen Enkeln die Lebensgrundlage zerstöre. So ein Arschloch!

Mir fiel spontan keine richtig gute Antwort ein, denn mir war auch schon zu Ohren gekommen, dass Fliegen nicht gerade gut fürs Klima ist. Bisher hatte ich das aber erfolgreich verdrängen können. Also murmelte ich defensiv, dass mein CO2-Fußabdruck immer noch unter dem deutschen Durchschnitt liegt, was natürlich nur bei großzügiger Auslegung der Rechenmethode stimmt. Dann wechselte ich das Thema und fragte ihn, wie denn die Antibiotika in seinem Zwiebelrostbraten schmecken.

Aber seine Frage ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Irgendwie musste ich aus dieser Umweltverschmutzer-Ecke wieder raus. Mit dünnen Stammtischargumenten wie „Wenn ich nicht fliege, nimmt Jemand anderes meinen Platz und dann ist dem Klima auch nicht geholfen“ konnte ich mich natürlich nicht zufrieden geben. Unterhalb des Stammtischniveaus bleibt noch Luft für Argumente im Stil eines FDP-Politikers, dessen Entwicklung in der Trotzphase stecken blieb: „Ich dusche fliege so lange wie ICH will!“ Aber so tief bin ich noch nicht gesunken.

Also musste ich wohl oder übel etwas tiefer in das Thema einsteigen und mir kreative Lösungen einfallen lassen. Dabei ließ ich mich von den Weltstars der Klima-Neutralität wie Lufthansa, Shell oder VW inspirieren. Ich habe ein paar blumige Statements für den Fall vorbereitet, dass ich noch einmal so unfair gefragt werde:

SinnlosReisen verpflichtet sich freiwillig, ab 2045 CO2-neutral zu reisen

Das ist einfach und ich muss nichts tun. Gar nichts. Denn im Jahr 2045 werde ich über 80 Jahre alt sein und wohl nicht mehr in der Welt herumreisen. Auch die Vorstände der großen Firmen setzen gerne auf die ferne Zukunft, weil sie dann schon längst in Rente sind. Die Lufthansa gehört zu den Spitzenreitern bei der Ankündigung schwammiger Zukunftspläne.

Werbung von Lufthansa mit leeren Versprechungen
Und der Kranich sagt: Blablabla

SinnlosReisen macht Druck: ab 2030 nur noch mit CO2-neutralen Firmen!

Auch diese Ankündigung ist billig. Ich schiebe den schwarzen Peter einfach zu den Reiseveranstaltern. Und wenn die ihre Ziele nicht erreichen, Pffft, was kann ich dann dafür? Ich wollte ja. Diese Strategie fahren zahlreiche große Konzerne mit ihren Zulieferern.

SinnlosReisen halbiert schon 2024 seinen CO2-Footprint!

Auch das geht einfach: ich gründe auf dem Papier eine Reisegemeinschaft mit meiner 89-jährigen Schwiegermutter. Die reist nämlich gar nicht mehr und schwupps halbiert sich der pro-Kopf-CO2-Footprint von SinnlosReisen&Mum. Mit diesem Trick schaffen selbst Porsche und Bugatti die Flottengrenzwerte, denn sie sind Teile des VW-Konzerns.

SinnlosReisen ist seit heute klimaneutral – jedes Gramm CO2 wird durch Projekte kompensiert.

Wie das geht? Ganz einfach: eigentlich wollte ich heute den Tettnanger Wald roden. Weil aber gestern Abend mein Sinn für Nachhaltigkeit spontan erwacht ist, verzichte ich darauf und diese weitsichtige Entscheidung spart mehr Treibhausgas ein, als alle meine Reisen verursachen. Du hältst das für unseriös? Viele Weltkonzerne machen das genau so, vorzugsweise mit Tropenwäldern an Orten, wo man das nicht so genau kontrollieren kann.

So, damit habe ich mir eine perfekte Ausgangsposition für die Verleihung des Goldenen Geiers für Greenwashing verschafft. Jetzt kümmere ich mich um ernsthafte Maßnahmen zur Verringerung meines Footprints. Ein bisschen Kopfrechnen ist dabei unvermeidlich, da müssen wir durch.

Konkrete sinnvolle Maßnahmen

Wie viel Treibhausgas erzeugt eigentlich so eine Flugreise? Laut Atmosfair entstehen für einen Hin- und Rückflug von Zürich auf die Kanaren etwa 800 kg CO2. Wenn man im Winter fliegt, kann man zuhause die Gasheizung abdrehen und spart damit täglich 15 kg. Ab dem 54. Tag wird die Reise auf die Kanaren demnach ein echter Beitrag zur Rettung des Klimas. Je länger, desto besser. Die Regierung müsste solche Reisen eigentlich finanziell unterstützen, denn je mehr Rentner den Winter im Süden verbringen, desto eher wird Deutschland klimaneutral. Na, jetzt staunst du, nicht wahr?

Leider funktioniert das bei Fernreisen nicht mehr so einfach, denn ein Flug nach Thailand verursacht schon mal happige fünf Tonnen Klimagase. Da muss ich wohl noch was nachlegen.

Laut Bundesumweltamt verursacht jede Kilowattstunde im deutschen Strommix 434 Gramm CO2 . Unser schönes Balkonkraftwerk erzeugt neuerdings knapp 800 kWh pro Jahr und spart damit 320 kg CO2. Jedes Jahr.

Balkonkraftwerk auf Carport
Balkonkraftwerk bei der Arbeit…

Jetzt muss nur Jemand die Sonne wieder einschalten, denn seit ich das Teil aufgebaut habe, ist das Wetter ziemlich bockig .

Balkonkraftwerk unter Schnee
…und im Winterschlaf

Und das beste ist: So ein Balkonkraftwerk kannst du dir für knappe 400 € nach Hause liefern lassen und in manchen Städten bekommst du sogar noch eine Förderung. Dann steckst du es einfach in deine Steckdose und die Ernte beginnt. Ohne Handwerker, ohne Anmeldung, ohne Elektrokenntnisse. Vielleicht noch irgendwie befestigen, damit es im nächsten Sturm nicht beim Nachbarn landet. Und nach vier Jahren hast du die Anschaffungskosten eingespart und dann machst du Gewinne, Gewinne, Gewinne. Schau mal, ob du nicht irgendwo ein sonniges Fleckchen findest!

So, das ist zwar eine tolle Sache, aber es reicht noch lange nicht, eine Fernreise zu kompensieren. Also habe ich die Bilder auf meinem Blog verkleinert, um den Streaming-Aufwand zu reduzieren. Denn das Internet mit seinen Rechenzentren und der ganzen Infrastruktur hat inzwischen einen erheblichen Anteil an der Klimaerwärmung. Wusstest du, dass Online-Pornos so viel CO2 erzeugen, wie ganz Belgien? Erschreckend, nicht wahr?

Leider reicht das immer noch nicht zur Klimaneutralität und jetzt wird es schmerzhaft, auch für dich, lieber Leser!

Die Lösung zur Klimarettung

Jeder Mensch atmet pro Tag durchschnittlich 1 kg CO2 aus. Wenn du nur einmal pro Stunde die Luft eine Minute lang anhältst, sparst du knapp 7 kg im Jahr, wenn du das klimaschädliche Gas einfach runterschluckst. Carbon Capture and Storage nennt das der Experte. Am besten du fängst sofort an und holst nochmal tief Luft. Und vergiss nicht, deinen Wecker für die nächste Stunde zu stellen. Wenn nur 300 Leser mitmachen, ist meine nächste Fernreise kompensiert!

Du findest das zu anstrengend? Dann kannst du den gleichen Effekt auch erreichen, wenn du

  • eine 150-Gramm-Tafel Schokolade weniger im Jahr vernaschst.
  • den Porsche einen Tag im Jahr in der Garage lässt und mit dem Zug fährst
  • jedes Jahr ein Bäumchen pflanzst
  • Im Jahr 70 Gramm weniger Rindersteak auf den Grill wirfst.

Du hast die Wahl – wähle klug! Vielleicht hilft dir diese Grafik, die ich neulich in einer Zeitschrift fand:

CO2-Fussabdruck von Lebensmitteln
CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln. Quelle: Focus

So, jetzt hab ich dir was zum Grübeln gegeben, nicht wahr? Ob das alles stimmt? Natürlich habe ich wie immer nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, aber eine Garantie kann ich dir nicht geben. Am besten machst du dich selber schlau.

Übrigens: Du kannst jetzt wieder weiteratmen.

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Autor: sinnlosreisen

Geschichten über die lustige Seite des Urlaubs

32 Kommentare zu „SinnlosReisen rettet das Klima“

  1. Danke, dass ich wieder atmen darf. Ich war ja kurz unsicher, ob ich mich co2-sensibel in deinen Beitrag klicken darf, hab‘s dann aber doch gemacht.
    Ist ja das CO2 von den Dänen … nich‘ unseres
    Ein Glück

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    1. Gern geschehen!
      Da siehste mal: Wenn wir alle mal für einen Tag nach Dänemark gingen, dann hätten die ein richtig großes CO2-Problem. Da stimmt doch was mit der Logik nicht, wem was zugerechnet wird.

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  2. Hochinteressant!
    Ich vermisse allerdings einen Hinweis auf die pupsenden und rülpsenden Wiederkäuer😉
    Spätestens alle drei Minuten entweicht einer Kuh ein Wind und hochgerechnet entspricht das einer klimaschädigenden Wirkung des CO2 -Ausstoßes von 18.ooo gefahrenen Autokilometern.
    Mein Beitrag: Fahrrad und keine Milch trinken😜

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  3. Mir gefällt dein Lösungsvorschlag mit den Winterreisen zu den kanarischen Inseln! 😉 Was aber nirgendwo in den öffentlichen Medien erwähnt wird ist, dass nicht alles auf einmal gelöst ist, wenn wir den CO2-Strom dämmen. Das ist nicht der einzige Grund für Klimaveränderungen, die anscheinend in Deutschland zur Klimakatastrophe befördert worden sind.
    Du könntest auch eine tiefgreifende Resolution veröffentlichen, freiwillig und nicht bindend 😉

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    1. Den Vorschlag mit den geförderten Winterreisen nach Marokko oder so habe ich auch schon gemacht, als vor ein paar Wintern jeder befürchtete, wir würden in Deutschland erfrieren oder wegen der Gasrechnung pleite gehen.
      Das wäre wirklich günstiger (oder zumindest nicht teurer), und die Leute würden mal etwas anderes sehen. Ich würde mich jedenfalls freiwillig melden!

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  4. Aus meiner Seele argumentiert hast Du da. Auf dem Flug gesten Mittag von Kuala Lumpur und jetzt hier in Bangkok sind solche Fragen von einem anderen Stern. Der größte Beitrag für die Umwelt? Glasflaschen (statt Plastik) auf dem Hotelzimmer. Ansonsten BMW- und Audihändler mit Premium-Modellen entlang der Stadtautobahn. Ich strebe schon 2034 volle Klimaneutralität an – der Rollator fährt mit Muskelkraft. Ein gutes Jahr 2024 – trotz allem!!

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  5. Was für ein toller Beitrag! Ich habe mich vom ersten bis zum letzten Buchstaben amüsiert, einiges gelernt und mit Spannung auf die individuelle Lösung des Reiselustigen gewartet. Wenn das so einfach ist – wunderbar. Nur den Baum, wohin pflanze ich den?
    Jedenfalls: Wunderbar geschrieben!!

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  6. Na da muss ich doch erst mal kräftig durchatmen! Ach nee, sollte ich ja nicht. Nun isses zu spät. Ja, so ein Arschloch! Das sind mir die Liebsten, die sich als die Helden der Menschheit aufführen, weil sie selbst auf etwas „verzichten“, was ihnen eh nicht wichtig ist und sie es deshalb sowieso nicht tun, Klima hin oder her. Das wäre so, als würde ich mich damit brüsten, selbst keine weiteren Umweltverschmutzer in die Welt gesetzt zu haben, kein Auto zu besitzen und kein Fleisch zu essen. Dabei ist die schlichte Wahrheit: Ich wollte nie Kinder, ich fahre nicht gerne mit dem Auto, und Fleisch hat mir noch nie geschmeckt 😅. In dem Zusammenhang finde ich deinen Konter mit dem Zwiebelrostbraten mehr als gelungen!

    Sehr gut gefallen mir auch deine durchdachten und teils an den Aktionismus börsennotierter Unternehmen angelehnten Vorschläge, welche Absichtserklärungen man in die Welt setzen kann, die einen selbst erst mal nicht sonderlich schmerzen. Mein Favorit ist dabei die Gründung einer Reisegemeinschaft. Ich setze da noch einen drauf, nehme neben meiner ebenfalls hochbetagten Schwiegermutter auch noch meine Schwägerin, meine Mutter und meinen Vater mit dazu, die sich allesamt nur im engsten Umfeld ihrer Dörfer bewegen. Damit reduziere ich meinen Anteil auf sagenhafte 20%. Sensationell! Da kann ich mir wirklich auf die Schulter klopfen, stehe von nun an jedoch bis zum Hals in deiner Schuld. Denn von selbst wäre mir diese Idee vermutlich nie in den Sinn gekommen.

    Aber mal im Ernst: ich kompensiere seit einigen Jahren tatsächlich meinen flugbedingten CO2-Ausstoß bei Atmosfair konsequent und lückenlos. Böse Zungen nennen das modernen Ablasshandel. Ich bleibe trotzdem dabei.

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    1. Du bringst es auf den Punkt! Verzicht ist, wenn es wehtut. Auf etwas zu verzichten, das einem eh nicht wichtig ist, gilt nicht. Die ganze Diskussion ist manchmal unerträglich scheinheilig.
      Aus eigener beruflicher Erfahrung weiß ich, dass das Thema CO2-Footprint und Nachhaltigkeit extrem komplex ist. Ich wage zu behaupten, dass es Niemanden gibt, der das in Gänze durchblickt, weil alles mit allem nichtlinear zusammenhängt. CO2 und die damit verbundene Klimaerwärmung ist ja nur ein Problem von vielen. Und das nützen natürlich viele Teilnehmer durch Intransparenz aus.
      Da ist es schon wichtig, wenn man für sich selbst ein paar Lösungsansätze parat hat. Freue mich, wenn du mit deiner neuen Reisegemeinschaft gut fährst 😉
      Das mit der Kompensation von Flügen mache ich tatsächlich bisher nicht, weil ich nicht sicher bin, ob das wirklich funktioniert. Ich hatte da neulich eine erschreckende Reportage von Frontal in den Öffentlichen gesehen. Müsste eigentlich noch in irgendeiner Mediathek zu finden sein.

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  7. Ich bin ganz ehrlich: Ich bin froh, dass ich Fliegen so ungemütlich finde, dass es mich nur ganz selten lockt. (Eigentlich nur, wenn eine Insel partout nicht mit dem Schiff erreichbar ist.)

    Sogar nach Südamerika und zurück bin ich mit dem Schiff gefahren, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich umweltschonender ist. Die verbrennen auf den Weltmeeren ja am liebsten Schweröl.

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    1. Mit dem Schiff nach Südamerika dauert halt eine ganze Weile länger als mit dem Flugzeug. Aber dann kann man wenigstens während der Überfahrt nicht viel sonstigen Schaden anrichten 😏

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        1. Das stimmt. Allerdings gehören wir beide zu der privilegierten Minderheit, die viel Zeit hat. Die meisten arbeiten und haben daher nicht die Zeit für so eine lange Anreise. Obwohl, streng genommen haben wir alle gleich viel Zeit, nämlich 24 Stunden jeden Tag.

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  8. Als Mensch mit permanent schlechten Gewissen bzgl. meines umweltschädigenden Verhaltens, und der genialen Fähigkeit dieses schlechte Gewissen mit beachtlicher Effizienz wegzuargumentieren, konnte ich nach Motorradtouren genüsslich mit dem Finger auf sinnlos Reisen zeigen und meiner Gattin sagen: „So viel CO2, wie dieser Blogger bei einer einzigen Süd-Ost-Asienreise in die Luft bläst, werde ich mit meinem Mopped in mehren Leben nicht produzieren können! Im Gegensatz zu dem bin ich ein umweltfreundlicher Blogger.“ Die schöne Möglichkeit, mich dank dir besser fühlen zu dürfen, hast du mir jetzt brutal genommen. Und das nicht nur durch greenwashing, sondern auch durch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema. Letzteres macht mir den sympathischen Blog sinnlos Reisen, noch sympathischer. Eine Kernaussage des Textes ist: Die werbewirksamen Angaben zur CO2-Bilanz der Firmen sind gelinde gesagt problematisch. Dem möchte ich noch hinzufügen, dass das ganze Konzept nicht geheuer ist. Denn es berücksichtigt nur den CO2-Ausstoss. Alle anderen Schädigungskategorien bleiben unberücksichtigt. Bei dem Bemühen, unserer Unwelt etwas weniger zumuten, gibt es noch viel zu tun. Weniger Fleisch, weniger Schokolade und kein Porsche sind schon mal ein guter Ansatz.

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    1. Oh, das tut mir aber jetzt leid. Aber es gibt ja noch genügend andere schlechte Beispiele, mit denen man sein Gewissen in den Schlaf wiegen kann.

      Freut mich, wenn mein Ansatz gut angekommen ist, ein ernsthaftes Thema mit Humor zu mischen. Ich finde, dass bei solch wichtigen Themen manchmal zu verbissen argumentiert wird. Das mündet dann schnell in Schwarz/Weiß-Ideologie und Kategorien wie falsch/richtig oder gut/böse. Natürlich sind immer die anderen böse und dann bewegt sich Niemand. Aber ich denke, es gibt auch viele Grautöne und jeder kleine Fortschritt ist hilfreich, auch wenn damit noch nicht das ganze Problem gelöst wird. Einen Elefanten ist man ja auch nicht am Stück, sondern in Scheiben. Sagt man. Habs noch nie probiert.

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  9. Hmja, einige Vorschläge sind ja ganz… na, mir fällt das rechte Wort nicht gleich ein. Was soll’s. Weniger nett finde ich die Variante, die Kühe wegzurationalisieren. Oder gleich alle Wiederkäuer. Erst die Wildrinder ausrotten und dann den unfreiwilligen Gefolgsmuhern den Hals abschneiden? Das ist nicht sehr freundlich, allenfalls menschlich. Die ewige Suche nach dem Sündenbock, wieder einmal erfolgreich gemeistert! Die sind schuld, nicht wir und schon gar nicht die lieben Autos!

    Stimmt. Die Verzicht – Geschicht beginnt da, wo man es merkt. Möglicherweise sogar, wo es wehtut. Das war doch – jetzt gerade passend – das mit dem Fasten? Flugfasten wäre eine Möglichkeit. Außer für die Leute, die ständig zwischen Berlin Brüssel hin- und herjetten müssen, weil auf die Bahn eh kein Verlaß ist und die Straße marode, ist das sicher kein Problem.

    Also fange ich mal mit dem Porsche an. Ich wollte eh einen Ferrari. Bei der Schokolade fällt es mir schon schwerer, da muß ich noch mal überlegen. Wie komme ich aus der Nummer raus? Bäume (allerdings keine Kakaobäume), manche sind sogar angewachsen, habe ich schon gepflanzt, daran kann es nicht liegen. Und so oft fliege ich gar nicht, aber jetzt, nachdem der Vorschlag mit den Kanaren mal raus ist, muß ich auch hier noch weiter überlegen. Vielleicht nimmt mich aber auch eine Renn- Segelyacht mit dorthin? Wobei mir allerdings schlecht werden könnte, allein schon von der vielen Schokolade.

    Ich würde gern auf manche der, ehrlich gar nicht so vielen, Flugreisen verzichten. Aber tatsächlich, wie komme ich halbwegs ökonomisch da oder dort hin? Der Landweg ist oft nicht nur beschwerlich, sondern versperrt! Der Seeweg, na ja, also mit einer fahrenden Mega – Partystadt möchte ich nicht, mit einem Frachtschiff oder gar der Beagle oder der Endeavour kommt man gar nicht voran und womöglich nicht an… Es ist echt nicht leicht.

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    1. Das fehlende Wort ist „kriminell“, denke ich. Die Kühe können nichts dafür, eher noch die Menschen, die intensiv Fleisch essen und Milchprodukte konsumieren. Wenn man unbedingt Schuldige suchen will. Aber dann sollte jeder mit der Suche im eigenen Glashaus beginnen. Ähm. Ich bin eher dafür, dass jeder versucht, ein bisschen besser zu werden. Porscheverzicht ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung 😉.

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