Die Dünen von Maspalomas
Um dem winterlichen Trübsal in Deutschland zu entfliehen, mieteten wir ein Appartement in Gran Canaria. Über die dunklen Seiten des Massentourismus hatte ich schon einen eigenen Beitrag veröffentlicht. Aber es gibt hier auch wirklich beeindruckende Ecken, die das Herz des Naturliebhabers höher schlagen lassen. Beispielsweise die endlosen Dünen von Maspalomas, die für einsame Strandwanderungen bekannt sind. Zu bekannt, leider.


Die kanarische Tourismusbehörde traut ihren Gästen offenbar nicht viel Verstand zu. Überall stehen Schilder, die vor den allgegenwärtigen Gefahren warnen. Aber man kann es auch übertreiben mit der Fürsorge.

Der Wind trieb an manchen Tagen den Sand horizontal über den Strand. Zum Glück haben die SinnlosReisenden genau für solche Gelegenheiten ein Windschutzzelt im Gepäck. Als der Wind noch zulegte, mussten wir das Zelt allerdings wieder abbauen, denn es drohte zerfetzt zu werden. Während im Hintergrund die Kite-Surfer ihren Spaß hatten, kämpfte ich den Kampf meines Lebens beim Zusammenlegen des Zeltes. Hier ist die Dokumentation:












Die Bergwelt von Gran Canaria
Wir machten uns mit einem beängstigend kleinen Mietwägelchen an die Erkundung der Insel. Die GC200 gilt als gefährlichste Straße von Gran Canaria. Und in der Tat gibt es an dieser Steilküste keine Kurven, sondern Ecken, die man nur mit ausgeschaltetem Radio umfahren sollte. Denn die Busse und Lastwagen bremsen nicht, sie hupen. Damit geben sie ihre Vorfahrt aufgrund größerer Masse bekannt.



Als Beifahrer sollte man schwindelfrei sein oder eine Kotztüte griffbereit halten. Belohnt wird man mit herrlichen Aussichtspunkten, wie beispielsweise El Balcon. Ein wunderbarer Ort, um die Risikolebensversicherung des ungeliebten Ehepartners endlich in Kapital umzuwandeln.


Auf Gran Canaria gibt es mehrere Hundert Höhlenwohnungen, die seit Tausenden von Jahren bewohnt sind. Einige davon kann man auch zur Übernachtung mieten.




So, genug für heute. Im zweiten Teil berichte ich dann über kanarische Vulkane und eine afrikanische Prinzessin.
Die zertrampelten Dünen, der Massenauflauf am Strand (voller als auf dem Ku‘damm 😅), die sinnbefreiten Warnschilder – der Hammer! Und dennoch glaube ich dir, dass Gran Canaria wunderschöne Ecken für die geneigten Besucher bereithält. Den unbedingten Willen, zu überleben, sollte man angesichts der Straßen- und Verkehrsverhältnisse vielleicht nicht unbedingt aufrechterhalten. Aber ein bisschen Abenteuer muss ja schon sein, wenn man wie du sogar den ungleichen Kampf mit dem Zelt aufnimmt. Ich frage jetzt mal nicht, wer da David und wer Goliath war 😁 …
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Ja stimmt, der Sieg über das Zelt war knapp, aber ein Abenteuer, an das ich mich lange erinnern werde.
Leider ist es immer öfter so, dass die schönsten Flecken ziemlich überlaufen sind.
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Danke für dieses beeindruckende Zelt-Ballett. 👍 Und die natürlich das kurzweilige Stimmungsbild und die schönen Fotos.
Herzliche Grüsse aus der Schweiz 🇨🇭
Der halbharte Mann
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Danke, vielleicht hilft es dabei, die Krümmerprobleme kurz zu vergessen.
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Die Insel schwankt irgendwie zwischen Schönheit und Massentourismus, kann es sein? Ich bin gespannt, was du weiter so berichtest, die Witwenmacher-Straße scheint eine willkommene Abwechslung zu sein 😉
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Das hast du ganz richtig erkannt, voll krasse Gegensätze. An einer Ecke wimmeln die Besoffenen, aber richtig übel, nicht wie euer Georgien-Schnäppschen. Und im Landesinneren und im Norden der Insel ist es traumhaft schön.
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Der Kampf mit dem Windschutzzelt lässt in mir eine Vermutung aufsteigen, wie Kitesurfing überhaupt erfunden wurde.
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Ha ha, gut möglich. Nur waren die Kitesurfer deutlich eleganter als mein Tent-Battle
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Ein toller Bericht und ein dickes Kompliment für deine grandiosen Fotos von Maspalomas, so sollten meine auch aussehen (seufz). Vor unserer Reise war ich total gegen Gran Canaria, aber nach den vier Wochen bin ich nun Fan.
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Danke für die Komplimente ☺.
Ich finde deine Fotos auch gut. Manchmal braucht man auch Glück und das richtige Motiv im richtigen Licht.
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Da hast du Recht, aber vor allem ein gutes Auge. Hast du auch am Aussichtspunkt gestanden?
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Wir sind durch die Dünen mehrfach hindurchgeirrt wie in der Wüste. Wo genau die Fotos entstanden, weiß ich gar nicht mehr.
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Ahh okay, wir sind wegen des Rollstuhls am Auddichtspunkt geblieben.
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