Als Architekt hat man es ziemlich schwer, in der Menge der historischen Gebäude aufzufallen. Da muss man sich schon etwas ganz Besonderes einfallen lassen, zum Beispiel originelle Skulpturen oder ein „tanzendes Haus“.





Viele Städte leiden unter den Aufklebern, die an alle möglichen Stellen gepappt werden. Prag hat dafür extra einen Platz geschaffen. Erstaunlich, dass sich so viele Menschen daran halten, aber so entsteht fast schon ein Kunstwerk.

Die kleinste Gasse in Prag ist so eng, dass sogar eine Fußgängerampel installiert wurde, um den Gegenverkehr zu regeln. Um Wartezeiten bei längeren Rotphasen zu überbrücken, wird das beliebte Pilsner Urquell ausgeschenkt.

Der Malteserorden verbirgt sich hinter altehrwürdigen Mauern. Viel interessanter ist aber, was um die Ecke an der Außenmauer des Ordens entstand: die Lennon Wall. Hier sprühen Graffitikünstler seit über 30 Jahren ihren Protest an die Wand. Was anfangs als ärgerliche Schmiererei geduldet wurde, ist heute ein geschützter Ort der Meinungsfreiheit.



In der Nähe der Lennon Wall krabbeln hirnlose Gestalten durch den Park.


In Prag gibt es deutlich mehr Autos als Parkplätze. Verständlich, dass da jeder Fleck genutzt wird, aber das hier ist schon ziemlich unkonventionell:

Museen gibt es in Prag wie Sand am Meer, darunter auch ungewöhnliche Ausstellungen, wie das Museum für böhmische Granaten (Edelsteine, keine Handgranaten!), drei Museen für optische Täuschungen und Spezialeffekte in Filmen und das Museum für Prager Geister und Legenden. Vor dem Sexmaschinenmuseum drücken sich Scharen von kichernden Jugendlichen herum.

Die tschechischen Backwaren sind nicht von schlechten Eltern. Beim Probieren sollte man aber immer etwas Insulin dabei haben.


Wenn die Sonne untergeht zeigt sich Prag von einer anderen Seite – zauberhaft und geheimnisvoll.

Das Fazit der SinnlosReisenden zu Prag: Immer eine Reise wert!
Ha, die Eisverkäuferin😂. Animierender Bericht. Muss ich hin!
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Ja, unbedingt! Wir haben uns sehr wohl gefühlt
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Sehr schöner Bericht 😎! War bisher nur ein einziges Mal in Prag, und das ist schon mindestens 15 Jahre her. Ich muss gestehen, dass es mich bisher auch deshalb nicht wieder hingezogen hat (obwohl von Berlin aus recht fix zu erreichen), weil ich von damals noch ein unverarbeitetes Überfüllungstrauma vor mir her schiebe. Wir waren dummerweise im Juli dort – und mit uns gefühlt etw 80% der gesamten Weltbevölkerung. An Genuss war da nicht zu denken, auch wenn ich die Stadt als grundsätzlich ganz hübsch abgespeichert hatte. Vermutlich hätte mir seinerzeit nur der Autistenthron geholfen. Wenn ich ihn denn entdeckt hätte!
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😂😂😂
Das kann ich gut nachvollziehen. Die Pandemie hat zumindest in dieser Hinsicht etwas positives, der Andrang ist mancherorts nicht ganz so groß, auch weil viele Fernreisende aus Asien und Amerika wegfallen.
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Autistenthron….🤣😂🤣, den brauche ich auch in Großstädten.
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vielleicht gibt es eine aufblasbare Version zum mitnehmen?
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Hallo ihr Sinnlosreisenden! Dein schöner Beitrag sagt mir gerade, dass ich bei meinem Besuch vor Jahren die engste Gasse mit dieser coolen Ampel verpasst habe. Und das tanzende Haus. Und am (im??) Wasser habe ich auch nicht geparkt. Ach, ich muss nochmal hin… 😉
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Ich glaube, in Prag gibt es noch jede Menge zu entdecken. Wir haben auch nur an der Oberfläche gekratzt.
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Eine goldene Stadt… so viel war nach den Bildern gar nicht gülden oder wenigstens vergoldet. Das goldene Dacherl ist eh in Innsbruck. Aber interessante Neubürger. Vom lesend Versteinerten – oder wurde er zu Metall, wie irgendwelche neumodischen Superhelden? – bis zu den nur noch kleinkindhaft krabbelnden, brabbelnden Computermenschen. Was wollen uns die Prager damit sagen? Oder ist es wie überall, Kunst am Bau und überhaupt, ein geschwollener Name und sonst nichts dahinter?
Wie bei dem Tropenholzbaum in Weingarten, der, abgehackt, an die Abholzung der Tropenwälder gemahnen sollte. Äh…
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Nun ja, Kunst eben. Die mag man oder auch nicht.
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Ich mag sie sehr! Zumindest auch in Zweckform, wie den antiken (na ja, mittelalten) Wegweiser!
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