Die Tempelwächter

Vor thailändischen Tempeln tummeln sich allerlei zwielichtige Gestalten. Dieser Beitrag gibt einen kleinen Überblick.

In buddhistischen Tempeln steht meist, wer hätte es gedacht, eine mehr oder weniger vergoldete Buddhastatue.

Buddhastatue golden
Buddha in allen Größen

Um dieses Heiligtum vor bösen Geistern zu schützen, stehen vor dem Eingang die Tempelwächter. Nebenbei sollen sie den Besuchern den gebührenden Respekt einflössen, was bei manchen westlichen Touristen dringend erforderlich ist.

Sehr beliebt sind Drachen an Ein- und Ausgang, damit man eventuelle Frevler auch noch beim Verlassen des Tempels erwischen kann:

Drachen am Eingang eines Tempels
Bodyguards

Bei hohem Besucherandrang ist Vielköpfigkeit von Vorteil. Hier sieht man die buddhistische Version der Hydra. Man beachte die Zähne am unteren Bildrand:

vielköpfiger Drachen
Bissig

Wenn in Zeiten von Corona die Besucher ausbleiben, spielen die Wächter gerne mal untereinander Fangen:

Drache frisst Drache
Hab dich!

Diese Kreuzung zwischen Wachhund und Frosch kann extrem weit springen und damit böse Geister schon von Weitem vernichten:

Hundefrosch
Der Froschhund

Dieser kleine Wadenbeißer ist eher humorlos. Offenbar hat er etwas schwer Verdauliches gefressen und leidet jetzt unter Magenschmerzen:

schlechtgelaunter Tempelwächter
Schlecht gefrühstückt

Sein Brüderchen hingegen scheint noch hungrig zu sein:

Drache
Hunger!

Dieses sympathische Exemplar namens Mom hat sich auf böse Schwiegermütter spezialisiert, die es mit Haut und Haar, mit Handtasche und Hut verspeist. Wie man rechts unten sieht, bleiben nur die Schuhe übrig:

Mom

Die Körpersprache spricht Bände. „Noch zwei Schritte, Fremder, und ich mache dich einen Kopf kürzer!“:

Wächter mit Schwert
Zeichensprache

Mit dieser Zehnkämpferin der Kriegskunst ist absolut nicht zu spaßen. Wenn dieses Schweizer Taschenmesser Handgranaten wirft, will man nicht in der Nähe sein:

vielarmige Kriegsgöttin
Zehnkämpferin

Dieser Albtraum der Füchse bewacht den Hühnertempel:

Hühnerwächter
Psycho Chicken

Einmal im Jahr treffen sich die Tempelwächter im Trainingslager:

mehrere Tempelwächter
Mannschaftstraining

Dieser Kollege sieht etwas erschöpft aus. Es ist aber auch wirklich kein Spaß, jahrhundertelang Tag für Tag gegen böse Geister zu kämpfen. Und zum Dank wird man mit albernen Girlanden behängt und bekommt Himbeerlimonade geschenkt:

melancholischer Dämon
Frustriert

Zum Abschluß zeige ich noch zwei Spezialisten aus der Sicherheitsbranche. Dieser gemütliche Zeitgenosse kämpft nicht, er sitzt und beobachtet. Seine Aufgabe ist es, sich alle Gesichter zu merken, denn Elefanten haben ein besonders gutes Gedächtnis. Buddhistische Gesichtserkennung:

Elefantenskulptur
Ganesh

Und dieser drollige Geselle ist der am meisten unterschätzte Tempelwächter. Denn wenn er die Fanfare bläst, rückt die Kavallerie in Null komma nichts an:

trötender Elefant
Trarö!
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Autor: sinnlosreisen

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Ein Gedanke zu „Die Tempelwächter“

  1. Über die Vielgestalt der Figuren läßt sich nur staunen. Alleine schon die Darstellungsbreite läßt einem Polytheismus doch wieder als etwas sehr positives erscheinen. Aber nur als Tourist – man stelle sich vor, man wird in der Schule, in der es Religionsunterricht gibt, all diese Götter und dienstbaren Geister abgefragt…

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