Wir kamen aus dem Norden Vietnams, hatten die Ostküste besucht und fuhren nun in den Süden des Landes.
Hoi An und die Marmorberge
Auf der Fahrt von Da Nang in den Süden Vietnams machten wir einen kurzen Abstecher in Hoi An, einer traditionsreichen Hafenstadt, in der sich im Lauf der Jahrhunderte einige Kaufleute ganz schnuckelige Häuser eingerichtet hatten.


Wie in den meisten Hafenstädten schleicht auch hier ein dezenter Fischgeruch durch die Gassen. Außer man hängt ausreichend große Räucherstäbchen an die Decke.

Dann besuchten wir die Marmorberge, die hier unerwartet spitz aus der Ebene herausragen.

Um die Berge herum hat sich eine Bildhauerindustrie angesiedelt und man kann sich Marmor-Buddhas jeder Größe nach Hause liefern lassen.

Ein schmaler Pfad führt bis zu einer Höhle, die als Tempel genutzt wird.



Nha Trang
Der ehemalige russische Marinestützpunkt Nha Trang bietet endlose palmengesäumte Strände. Die Strandverkäufer bieten hier Hummer und Vodka, aber auch frisch geerntete Kokosnüsse an.

Ich habe schon oft gehört, dass mehr Menschen von herabfallenden Kokosnüssen erschlagen werden, als durch Haiangriffe sterben. Das ist allerdings eine moderne Legende, die schlichtweg nicht stimmt. Als neben uns eine reife Kokosnuss mit einem satten Aufprall in den Sand knallte, verlegten wir unsere Handtücher trotzdem aus der direkten Falllinie.
Die Geschäfte bieten hier eine Vielfalt an exotischen Früchten an, die so manche geschmackliche Überraschung für den neugierigen Touristen bereit halten.

Eine extrem ungewöhnliche Frucht ist die Durian. Ihr Äußeres schreit: „Lass die Finger von mir!“ Das cremige Fruchtfleisch bietet aber eine einzigartige Komposition von Aromen, die schwer zu beschreiben sind. Irgendetwas wie süßlich-bitterer Apfelkuchen mit Knoblauch und Zwiebeln.

Über den Geschmack kann man nicht streiten – entweder man liebt ihn oder man hasst ihn.

Zum Problem wird die Durian wegen ihrem intensiven Geruch, der an eine Mischung aus Sportsocken, Terpentin, Mülldeponie und Tierkot erinnert. In vielen asiatischen Hotels und Metros sind Durians deshalb strengstens verboten, in Singapur bei 5.000 $ Strafe.

Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug zum Berg Lao. Auf gut Glück nahmen wir einen städtischen Bus, der in unsere Richtung fuhr. Dann mussten wir nur noch eine Brücke überqueren.

Auf dem Hügel steht Po Nagar, ein hinduistischer Cham-Tempel aus dem 8. Jahrhundert, der für sein Alter ziemlich gut erhalten ist.


Am Eingang zum Tempel kauften wir von einem Straßenhändler zwei teigige Kugeln, wobei wir mangels Sprachkenntnissen nicht herausfanden, ob das als Opfergabe für den Tempelaltar oder zum Verzehr gedacht war.

Wir einigten uns auf einen Kompromiss: wir opferten die Kugeln unseren Mägen. Es waren nämlich so eine Art Krapfen, die mit geraspeltem Zuckerrohr gefüllt waren. Lecker.

Strand-Romantik
Die SinnlosReisende legt Wert auf ihren Schlaf, insbesondere im Urlaub. Vor 10 Uhr sind körperliche Aktivitäten schwierig und sinnvolle Gespräche nicht möglich. Ein klassischer Morgenmuffel. Eines Tages konnte ich sie trotzdem zu einem romantischen Erlebnis der Extraklasse überreden: wir beide ganz allein zum Sonnenaufgang am menschenleeren Ufer. In der Stille des anbrechenden Tages werden wir Zeugen, wie sich der goldene Feuerball majestätisch aus dem südchinesischen Meer erhebt und mit seinen warmen Strahlen den Strand aus seinem Dämmerschlaf wachküsst. So weit mein Plan.
Also legten wir am Abend unsere Badesachen bereit, quälten uns beim Klingeln des Weckers aus den Federn und tappten im Dunkeln zum Meer. Um 06:03 Uhr ging dann pünktlich die Sonne auf. Hinter einer undurchdringlichen Wolkenwand. Der einzige Effekt war eine leichte Veränderung der Lichtverhältnisse von schwarzgrau nach dunkelgrau. Ganz langsam schälten sich erste Konturen aus dem Dämmerlicht. Ich traute meinen Augen kaum, was ich am Strand sehen musste: das Meer schäumte vor Vietnamesen, die vor der Arbeit ihrem Frühsport nachgingen.

Ich spürte, dass die Faust der SinnlosReisenden sich mit meinem Gesicht vereinigen wollte. Zu dieser Tageszeit waren glücklicherweise nur ein paar Zuckungen möglich und ich blieb unverletzt. Seit diesem Tag darf ich alle Unternehmungen, die einen Wecker erfordern, alleine betreiben.
Saigon
Saigon wurde nach Ende des Vietnamkrieges in Ho Chi Minh City umbenannt. Aus der französischen Besatzungszeit, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts endete, blieben nur einige wenige schöne Gebäude erhalten.

Nach den Franzosen bissen sich die Amerikaner die Zähne an Vietnam aus. Seit dem Abzug der Truppen sieht man heute nur noch vereinzelte Geheimagenten der USA, die sich allerdings nicht besonders gut als Kokosnuss-Verkäufer tarnen.

Der Verkehr ist in Saigon noch extremer als in Hanoi. Während in den Nebenstraßen die Rikshas dominieren, stauen sich auf den Hauptstraßen die Motorroller.


Immerhin gibt es hier an großen Kreuzungen Ampeln, um das Chaos wenigstens ein bisschen einzudämmen. Man könnte stundenlang fasziniert zuschauen und sich fragen, warum hier nicht mehr passiert. Die Lösung ist einfach und auf Mitteleuropa schlecht zu übertragen: hier nehmen die Menschen aufeinander Rücksicht. Schau selbst:

Das Pasteur-Debakel
Ich habe wie die meisten Männer ein angeborenes perfektes Orientierungsvermögen. Deshalb müssen wir Männer nie nach dem Weg fragen. Trotzdem habe ich mir vor dieser Reise die Offlinekarten von Vietnam in MapsMe heruntergeladen. Nur zur Sicherheit. So schlenderten wir unbesorgt durch die Straßenmärkte, auf denen es namenlose Dinge zu bestaunen gab.

Als wir müde wurden, lotste ich uns zielsicher durch das Gewirr von Straßen zum Hotel zurück. Die SinnlosReisende war froh, dass sie einen so fähigen Pfadfinder an ihrer Seite hatte und vertraute mir blind. Ich beugte mich dicht über mein Handy, denn die Straßennamen waren nur schwer zu entziffern. So liefen wir die Đường Nguyễn Tri Phương entlang nach Süden. Dachte ich zumindest.
Irgendwann meinte ich, es würde regnen, aber das war nur der Schweiß, der mir in der schwülen Tropenluft vom Kopf tropfte. Dann behauptete die SinnlosReisende, dass wir vor einer halben Stunde an der gleichen Lichtreklame schon einmal gewesen wären. Was ich dank meines brillianten Kartenmaterials klar verneinen konnte. Aber die Häuser sehen hier ja auch alle ähnlich aus, da kann man sich schon mal irren.
Als wir zum dritten Mal die Pasteurstraße überquerten, musste ich unter körperlichen Schmerzen zugeben, dass ich mich verlaufen hatte. Ein Debakel erster Ordnung. MapsMe hatte nämlich die Namen abgekürzt und ich bemerkte nicht, dass wir in Wirklichkeit auf der Đường Nguyễn Thượng Hiền liefen. Dann führte uns die SinnlosReisende ohne Hilfsmittel auf direktem Weg nach Hause, denn sie hatte auf die Umgebung geachtet, während ich mit meinem Handybildschirm verschmolz. An diesem Tag endete meine Pfadfinderkarriere und das Vertrauen der SinnlosReisenden erholte sich bis heute nicht mehr.
Das Mekong Delta
Normalerweise versuchen wir, Ausflüge selbst zu organisieren und in unserem eigenen Tempo das anzuschauen, was uns interessiert. Im Mekongdelta ist das wegen der zahlreichen Flussläufe schwierig, daher buchten wir einen organisierten Tagesausflug mit Abholung im klimatisierten Kleinbus vom Hotel.
Eigentlich hätte es ein sehr schöner Tag werden können, denn die Natur ist im Mekongdelta sehr beeindruckend.

Leider waren wir nicht die Einzigen, die diese Gegend sehen wollten und bald gab es Stau auf den immer enger werdenden Flussläufen.

Wir wurden dann von einer inszenierten Veranstaltung zur nächsten gefahren. Ein Handwerkermarkt mit traditioneller Musik- und Tanzdarbietung, eine Coconut-Candy-Fabrik (natürlich alles handgefertigt), Flussfahrten und Verpflegung vom All-you-can-eat-Buffet.
Sehr irritierend war, dass uns kurz vor der Rückkehr zum Bus ständig entgegenkommende Bootsführer sehr aufdringlich ermahnten, unbedingt ein Trinkgeld zu geben. Da war von asiatischer Zurückhaltung aber gar nichts mehr zu spüren. Es hat schon seinen Grund, warum wir solche Gruppen-Veranstaltungen meiden.
Phu Quoc
Nach einigen Tagen in der quirligen Millionenstadt freuten wir uns auf die letzte Etappe unseres Vietnamurlaubs: eine Woche Entspannung auf der Insel Phu Quoc. Hier war alles sehr entspannt und easy going.


Nur einmal rafften wir uns auf und machten einen Bootsausflug zum Schnorcheln an ein nahegelegenes Korallenriff. Unterwegs fingen wir selbst die Fische, die der Koch dann zubereitete, während wir die Unterwasserwelt bestaunten.



Jeden Abend schauten wir am Strand zu, wie die untergehende Sonne den Himmel in Brand setzte. Die Woche auf Phu Quoc kam uns vor, wie das Paradies auf Erden. Aber Achtung: ich habe gehört, dass seitdem eine intensive Bautätigkeit den ruhigen Charakter der Insel völlig verändert haben soll.

Sehr schöne Reise! Toller Bericht! Besonders das Video – ein Wahnsinn, wie das funktioniert auf den Straßen. Habe ich ja mit eigenen Augen gesehen. Und erlebt. Nämlich Moped-Sturz. Und ja, Phu Quoc ist ein Traum. Schönen Gruß, Elsa
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Hallo Elsa,
ja, das war bis heute eine unserer eindrücklichsten Reisen. Der Verkehr ist faszinierend, aber mit dem Moped selbst zu stürzen ist natürlich nicht so fein.
Viele Grüße, Marco
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Ich möchte einmal im Leben – nur einmal!- einen Mann kennenlernen, der nach mehrmaligen Falschlaufen bzw. -fahren nach dem Weg fragt😜!!
Wie immer ein sehr unterhaltsamer Reisebericht, der Erinnerungen weckte. Wir liefen damals einfach langsam über mehrspurige Straßen, ohne nach rechts oder links zu schauen. Funktionierte!
LG Jutta
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Wieviele Leben hast du denn dafür eingeplant? Eines wird da nicht reichen 🤷🏼♂️😂.
Die Überwindung ist halt riesig, einfach zu vertrauen und sein Leben in die Hände der anderen Verkehrsteilnehmer zu legen. Aber ja, es funktioniert.
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Wie schmeckte EUCH denn die Durian? Muss ich ja vor unserer Reise wissen.😅
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Also, wir fanden die Durian durchaus gut essbar, wenn man die ersten Irritationen überwunden hat. Aber wir waren jetzt nicht begeistert, eher die Kategorie „interessant“. Man kann es gar nicht beschreiben, am besten probiert ihr selbst. Die werden auch in kleinen Portionen verkauft, man muss nicht gleich so ein Riesenteil kaufen. Jedenfalls schmecken sie deutlich besser als sie riechen.😦
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Das ist überaus hilfreich. Wir werden Nasenklammern mitnehmen 😁
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Gute Idee 😁
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Marco, der Videoclip ist klasse – das gibt einen Live-Eindruck, den man nicht durch Fotos darstellen kann. Ich habe das in Saigon von einem Bürgersteig gefilmt, sogar auf dem strömten dann noch Zweiräder um mich herum. Ich habe dann nur noch Grab genutzt 🙂
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Danke. Ja, wir könnten ewig zuschauen und uns über kuriose Details freuen. Wie ein Fahrradfahrer, der völlig gegen den Strom schwimmt. Oder diese Verkaufswagen, die unerschrocken durchs Gewühl pflügen.
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Das mit der Kokosnusstodesfallzahl (was für ein Wort, danke Wiki 😁) hat sich wohl ganz fest in das Bewusstsein der Menschheit eingegraben. Ich hätte aber alleine angesichts der Lautstärke der Einschläge, wenn so ein Ding neben einem auf den Boden knallt, überhaupt kein Interesse daran, diese „Studie“ am eigenen Leib zu widerlegen.
An so einem gegrillten Seeigel scheint auch nicht viel dran/drin zu sein. Wie viele muss man denn da essen, um satt zu werden? Da würde ich lieber bei den gefüllten Krapfen bleiben – auf die Gefahr hin, irgendeinen Gott zu verärgern, weil ich seine Opfergaben verspeist habe.
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Ha ha, ja stimmt, da vibriert sogar der Boden, wenn so ein Teil einschlägt. Der gesunde Menschenverstand verbietet geradezu, dort liegen zu bleiben.
Die Seeigel waren wohl so was wie eine Vorspeise, wirklich nur für den hohlen Zahn. Als Atheist gehe ich das Risiko ein, Götter zu verärgern. Mal sehen, was nach dem Tod kommt, vielleicht bereue ich es dann …
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Wieder ein toller Bericht. Das Video ist wirklich beeindruckend.
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Danke, Richard. Ja, im Video sieht man Dinge, die man mit Worten schwer beschreiben kann.
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Nach Sätzen wie „So weit mein Plan“, wird es oft interessant. Ich kann mir die Enttäuschung vorstellen, wenn sich der Nebel verzieht und Menschenmassen auftauchen, sehr romantisch, aber das habt ihr dann ja auf der Insel nachgeholt. 🙂
Das Video ist sehr faszinierend, und ja, das funktioniert nur mit Rücksichtnahme, was wiederum selber denken erfordert 😉 Beeindruckend auch, was die Leute alles auf ihren Scootern transportieren …
Von der Durian-Frucht habe ich gelesen, besonders über den schrecklichen Geruch und auch, dass man ganz bestimmt nicht unter einem Durian-Baum verweilen sollte, denn die Früchte sollen angeblich tödlich sein, wenn man sie auf den Kopf bekommt. Sind die Zacken hart?
Das war wieder ein sehr schöner, humorvoller Bericht, vielen Dank!
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Ja ja, die Pläne… Romantik kann man halt schwer planen.
Ich finde es erstaunlich, dass dort im Verkehr so wenig passiert. Aber die asiatische Mentalität tendiert ja generell weniger zum Egoismus und mehr zum Gemeinwohl. Ich bewundere auch, wie die Menge offensichtlich falsch fahrende Einzelpersonen toleriert. In Deutschland würde sowas nie funktionieren, weil jeder auf seinem Recht besteht.
Dass Durians tödlich sind, hab ich noch nicht gehört, aber ich kann es mir gut vorstellen. Die Schale ist schon ziemlich hart. Und alleine das Gewicht kann ganz schön fetzen.
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Nun, eine gewisse Aufdringlichkeit ist vielleicht mit der allgemeinen Einkommenssituation und ausrechend Vorerfahrungen mit Amis geschuldet… Aber ich gebe zu, dass ich die berühmte asiatische Höflichkeit auch häufig vergeblich zu erspüren versuchte. Nein, das ist nicht spezifisch vietnamesisch, ganz und gar nicht. Das ist eher so was zwischen internationalen Flughäfen und Neuschwanstein und den meist in Gruppen auftretenden sehr zielbewußten, sogar beim Niesen, wo man plötzlich mal keine Maske braucht, Leuten… vielleicht auch schon wieder einkommensabhängig?
Das mit dem bewußten Pfadfinder kenne ich irgendwoher… mal sehen… ach ja!
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Na ja, die Aufdringlichkeit haben wir tatsächlich nur bei diesem organisierten Ausflug im Mekongdelta erlebt. Ansonsten waren die Menschen in Vietnam ausnahmslos sehr zurückhaltend und höflich, selbst die Strandverkäufer.
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Das andere waen vermutlich auch eher Kanton – Chinesen… Oder andere Ostasiaten? Ich habe da durchaus das bekannte Europäerproblem. Wie unterscheiden? Nach der Sprache? Tja, dazu müßte man sie erst einmal kennen…
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Jetzt hab ichs wieder gefunden, was ich noch sagen wollte: Pfadfinderqualitäten u.a. in Kap. 5, Beiträge 1616 – 1618.
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Sehr spannend fand ich natürlich den Hindutempel. „Die Inder“ betrieben in ganz Südostasien Handel und haben scheinbar auch ihre Religion verbreitet. Männer und ihr guter Orientierungssinn!! Die Sinnlosreisende wird das sicherlich nie vergessen ;-)! LG Irène
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Männer haben einen perfekten Orientierungssinn, aber hallo!!!
Nur wird er manchmal von anderen Dingen getrübt, beispielsweise von falsch gelesenen Karten oder auf dem Kopf stehenden Navigationsgeräten. Mhm.
Jedenfalls hast du richtig vermutet; die SinnlosReisende vertraut mir seitdem nicht mehr und hat das seit 10 Jahren nicht vergessen. Das Pasteurdebakel ist bei uns ein feststehender Begriff.
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Wenn ich schon mal dabei bin, ziehe ich mir doch gleich eine Doppelfolge Vietnam rein. Eine besser als die andere! Aber das bin ich ja gewohnt von dir. Habe wieder gut gelacht – diesmal zur Sicherheit aber zuhause, ohne Publikum. Der Verkehrsfluss ist wirklich beeindruckend. Und wie du selbst schon ausgeführt hast: nicht auf Europa übertragbar, da uns hier ein paar der dafür notwendigen Grundeinstellungen fehlen. Bei der Sinnlosreisenden hast du dir ja echt gleich zwei dicker Klopper geleistet auf dem Abschnitt im Süden Vietnams. Erst die arme Frau mit romantischen Frühmorgenerlebnissen locken, die dann alles andere sind als das. Und dann setzt du noch deinen vermutlich bis dahin guten Ruf als versierter Pfadfinder aufs Spiel. Gut, dass die Sinnlosreisende einfach ihren gesunden Menschenverstand und ihre sieben Sinne beieinander hat und den direkten Weg zum Hotel einschlagen konnte. Ohne sie wärst du komplett verloren auf Reisen 😂. Ich finde, du solltest ihr für diese professionelle Betreuung ein veritables Gehalt mit Erschwerniszulage zahlen 😜.
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Hallo Marco,
es ist wirklich nicht in Ordnung, dass der Bootsführer euch direkt um Trinkgeld gebeten hat. Das tut mir sehr leid und ehrlich gesagt ist mir das auch ein bisschen unangenehm. So etwas sollte eigentlich nicht passieren.
Normalerweise wird Trinkgeld in Vietnam freiwillig gegeben. Zum Beispiel haben wir bei meiner letzten Reise vor einem Monat in meiner Heimat eine Tour in den Norden gemacht. Am Ende der Reise war sich die ganze Gruppe einig, dass der Reiseführer und der Busfahrer sehr freundlich und hilfsbereit waren. Deshalb haben wir gemeinsam entschieden, ihnen ein kleines Trinkgeld zu geben; ganz freiwillig. Niemand hat danach gefragt oder Druck gemacht.
Falls ihr Vietnam noch einmal besuchen solltet, lade ich euch herzlich auf den Bauernhof meiner Eltern in Long An (neu Tây Ninh), etwa 30 km von Saigon entfernt, ein. Auf meinem Video könnt ihr ihn euch anschauen und es ist dort ganz anders als in typischen Touristengebieten. Liebe Grüße aus Münster, Hang
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Hallo Hang, vielen Dank für die Einladung!
Mal sehen, vielleicht besuchen wir Vietnam nochmal, denn es hat uns dort sehr sehr gut gefallen. Tolle Landschaften, viel Kultur und extrem freundliche Menschen. Das Erlebnis mit dem Bootsführer war eine absolute Ausnahme. Ich kenne das auch so, dass man freiwillig Trinkgeld gibt, wenn man zufrieden ist. 😀
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Hallo Marco,
wie schön, dass euch mein Heimatland so gut gefällt. Jedes Jahr besuchen wir den Bauernhof meiner Eltern und sicher werden die Bauern euch ganz herzlich willkommen heißen. 🤗 Liebe Grüße, Hang
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Cooler Artikel – du packst Vietnams Süden mit so viel Charakter und kleinen Alltagsfarben, dass man sofort Lust auf einen spontanen Rucksack zwischen Bus und Strand bekommt. Als ich deinen Bericht las, fühlte es sich fast an wie mein eigener Vietnam-Reiseabschnitt: In „Ein Bürohengst in Vietnam“ beschreibe ich ja ebenfalls das wilde Moped-Chaos in Saigon. https://zwischenstopp.net/ein-buerohengst-in-vietnam-tagebuch/
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Danke! Ja, der Verkehr in Vietnam ist schon beeindruckend in seiner Intensität und gleichzeitig der Rücksichtnahme.
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