Frankreichs Südwesten

Wieder ein Reisebericht mit zahlreichen sinnlosen Informationen: über französische Erfinder und endlose Ortsnamen, Aliens und schlaue Ameisen und die sensationelle Aufdeckung des Geheimnisses hinter den Mauern von Carcassonne.

Ab durch die Mitte

Wir starteten unsere Wohnmobiltour an die französische Atlantikküste im September, um der ärgsten Sommerhitze zu entgehen. Das Thermometer wusste von diesen Überlegungen nichts und zeigte 37 Grad im Schatten. Daher planten wir unsere Route durch die Mitte Frankreichs so, dass wir immer in der Nähe von Gewässern übernachten konnten.

Französische Kleinstadt mit Brücke am Fluss
Ans Wasser gebaut

Der Franzose neigt generell zu Übertreibungen. Das fängt schon bei der Namensgebung der Ortschaften an. Saint-André-de-Rosans-sur-l‘Ouvèze-d‘Argençon-le-Petit-à-Gauche-de-Rive-en-Grand-Beauchêne-la-Croix-Haute-du-Lac-en-Valgaudemar-de-la-Rochefordière-en-Provence. Oder so ähnlich. Ein Albtraum für jedes Navi, denn solche Namensmonster sprengen jedes Adresseingabefeld.

Unsere erste Übernachtung machten wir in Chalon sur Saône auf dem Platz mit dem knackigen Namen „Camping du Pont du Bourgogne Saint-Marcel“. Wir fuhren mit dem Fahrrad am Fluss entlang bis in das Städtchen. Dort gibt es einen lauschigen Platz mit alten Fachwerkhäusern, auf dem friedliche Aliens eine Miniatur des Planeten Jupiter als Gastgeschenk in einem Brunnen hinterlassen haben. Zumindest könnte man das glauben, wenn man zu lange den Duft aus dem CBD-Shop eingeatmet hat.

Platz mit Brunnen in Chalon sur Saone
Der Alien-Brunnen von Chalon-sur-Saône

Sonst hat der Geburtsort von Joseph Nicéphore Niépce eigentlich nichts Sehenswertes zu bieten. Wie, du kennst Joseph Nicéphore Niépce nicht? Den legendären Erfinder? Den Ur-Großvater der Photografie? Ihm gelang 1826 die weltweit erste Photografie. Er verwendete lichtempfindlichen Asphalt mit einer Belichtungszeit von acht Stunden und Lavendelöl als Entwicklerflüssigkeit.

Kein Wunder, dass ihm die kommerzielle Vermarktung seiner Erfindung nicht gelang, denn welcher Fotograf will schon Asphalt in größeren Mengen zum Shooting schleppen? Mal ganz davon abgesehen, dass die Belichtungszeit ziemlich unpraktisch war. Bitte lächeln! Und jetzt bitte acht Stunden nicht bewegen!

Île d’Oléron – Insel der Feinschmecker

Als wir endlich an der Atlantikküste ankamen, freuten wir uns auf ein erfrischendes Bad und machten uns auf den Weg an die endlosen Sandstrände, für die der Westen Frankreichs so bekannt ist. Wir wurden herb enttäuscht. Bei Ebbe verwandelt sich der Strand auf der Île d’Oléron in eine stinkende Steinwüste.

Strand auf der Ile d'Oleron
Von wegen endlose Traumstrände

Diese Gegend ist tatsächlich nicht für ihre Strände bekannt, sondern für die Austern, die hier angebaut und verzehrt werden. Zwölf Austern mit einem Gläschen Champagner für 30 €. Austern schmecken wie ein Stück Bronchialschleim mit einer Andeutung von vergammeltem Fisch. Und die Dinger leben noch, wenn man sie schluckt! Schon beim Gedanken an zwei lebendige Sechser-Mannschaften, die in meinem Magen im Champagnerbad Wasserball spielen, überkam mich leichter Brechreiz.

Aber der Franzose kennt beim Essen keine Schmerzen und neigt auch hier zu Übertreibungen. Es gibt fast nichts, das er nicht in einem pompösen mehrgängigen Menü verspeisen würde: Austern, Schnecken, Muscheln, Froschschenkel, Meeresfrüchte, das ganze Gruselkabinett der Natur.

Meerestiere auf den Beinen
Angriff der Meeresfrüchte

Bei den Getränken macht der Franzose wieder Boden gut. Die Landschaften werden hier nach Weinsorten benannt und es gibt ganze Städte, die sich dem Alkohol verschrieben haben. Cognac, beispielsweise.

Ein Fass als Ferienwohnung
In der Nähe von Cognac – übernachten im Fass

Bei den Arbeitszeiten endet die Übertreibung, zumindest in ländlichen Gegenden Frankreichs. Hier ist Sonntags schon immer grundsätzlich geschlossen. Montags ist Ruhetag und am Dienstag muss man sich auf die Arbeit vorbereiten. Aber von Mittwoch bis Samstag, da wird gnadenlos gebuckelt. Von 12 bis 14 Uhr, dann braucht man dringend eine Mittagspause. Aber von 18 bis 21 Uhr wird nochmal richtig Gas gegeben. Wenn nicht gerade Feiertag ist, oder Ferienzeit.

Öffnungszeiten in Frankreich
Nur nicht überarbeiten!

Bordeaux

Die „Hauptstadt des Rotweins“ ist absolut sehenswert und daher auch bei Touristen sehr beliebt. Da die Campingplätze auf Wochen ausgebucht waren, konnten wir die quirlige Stadt leider nur en passant besuchen. Wir stellten unser Wohnmobil auf dem Parkplatz eines großen Supermarktes am Stadtrand ab und fuhren mit der Metro ins Zentrum, um die Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchgang abzuklappern.

Die große Glocke in Bordeaux
Die große Glocke läutet die Weinlese ein
Porte Cailhau in Bordeaux
Porte Cailhau
Einkaufsstraße in Bordeaux
Samstags in Bordeaux – die Einkaufsmeile
Sonnenschirme über einer Passage
Sonnenschirme
Skulptur Sanna in Bordeaux
2D? 3D? Auf jeden Fall überdimensional!

Vor dem Platz der Börse liegt der Wasserspiegel, eine ebene Steinfläche, die aus verborgenen Düsen mit Wasser geflutet wird. Und an heißen Sommertagen gibt es einen kostenlosen Extraservice: die Düsen versprühen einen kühlenden Nebel.

Der Wasserspiegel in Bordeaux
Der Wasserspiegel
Der Wasserspiegel in Bordeaux
Willkommene Abkühlung

Die Kathedrale des Heiligen Andreas ist so spitz, dass sie fast nicht ins Bild passt. Sie gehört zu der Kategorie der Kirchengebäude, die nicht wirklich schön sind, aber eine historische Besonderheit aufweisen.

Kathedrale Saint Andre in Bordeaux von aussen
Ganz schön spitz: Cathédrale Saint-André
Kathedrale Saint Andre in Bordeaux von innen
Schlichtes, stilvolles Innenleben

Für Historiker: in dieser Kathedrale wurde eine im wahrsten Sinne des Wortes „bahnbrechende“ Erfindung gemacht, die wie so oft mit einem Missgeschick begann. Der bis dahin weitgehend unauffällige Schreiner Andreas hatte nämlich offensichtlich keine sonderlich große Begabung für Holzbearbeitung. Beim Versuch, das Kreuz Jesu nachzubauen, scheiterte er am rechten Winkel und es kam ein völlig missglücktes, windschiefes Ding heraus. Da Andreas keinen Abnehmer fand, wurde das Teil in einem Lager deponiert.

Erst Jahrhunderte später entdeckte man die Wirkung dieses Kreuzes, als es zufällig an einem Bahnübergang abgestellt wurde. Als ein Zug kam, hielten alle Autos wie von Zauberhand vor dem Kreuz an. „Ein Wunder!“, rief die katholische Kirche und sprach den Erfinder sofort heilig, denn Wunder sind dort immer gern gesehen. So oder so ähnlich ist es wohl gewesen. Nicht.

Bild des heiligen Andreas
Der Heilige Andreas posiert mit seiner Erfindung, dem Andreaskreuz

Wir haben uns in Bordeaux sehr wohl gefühlt und wollen unbedingt einmal wiederkommen. Wenn du mal dort bist, dann probiere diese Challenge: frage in einem französischen Weinlokal nach einem kalifornischen Weißwein! Und dann renn um dein Leben!

Die Wellen von Capbreton

Die Strände von Capbreton an der französischen Atlantikküste sind bei Wellenreitern sehr beliebt. Denn genau wie in Nazaré weiter südlich sorgt ein Unterwasser-Canyon vor der Küste dafür, dass sich bei entsprechendem Wind die Wellen zu enormen Höhen auftürmen. Seit meinen Erfahrungen mit den Wellen von Südafrika bin ich ziemlich vorsichtig geworden. Aber bei unserem Besuch hatte der Atlantik Ruhetag und ich wagte ein Bad in Ufernähe.

Bunker am Strand von Cap Breton
Dümpeln im ruhigen Meer

Ein paar junge Menschen dümpelten etwas weiter draußen auf ihren Brettern. Wahrscheinlich zu faul zum Schwimmen, dachte ich mir, als ich mich von der schwachen Dünung gemütlich hin und her schaukeln ließ. Am Strand winkte mir die SinnlosReisende zu und rief etwas, das ich nicht verstand. Ich winkte zurück. Dann passierten mehrere Dinge gleichzeitig. Ich hörte hinter mir ein dunkles Rauschen und mehrere Surfer schossen auf ihren Brettern an mir vorbei. Im nächsten Moment spülte mich eine mächtige Welle auf den Strand, wo ich sandhaltiges Salzwasser spuckte.

Brechende Welle
Hoppla

Auf dem Campingplatz

Im Wohnmobil ist eine klare Aufgabenteilung wichtig. Die SinnlosReisende kocht und ich bin der „Post Food Preparation Expert im Back Office“. Früher war ich einfach für den Abwasch zuständig, aber heute verdient jede Arbeit einen wohlklingenden Namen. Immerhin lastet eine große Verantwortung für die Sauberkeit auf meinen Schultern. Was man nämlich beim Campen auf keinen Fall haben möchte, ist Ungeziefer im Innenraum.

Ich hatte schon seit einigen Tagen den Eindruck, dass meine Keksvorräte viel zu schnell abnahmen. Als ich eines Morgens den Schrank öffnete, traute ich meinen Augen nicht. Eine Kolonne von Ameisen war damit beschäftigt, die letzten Krümel aus meiner Kekspackung abzutransportieren. Den Bruchteil einer Sekunde lang starrten wir uns gegenseitig in die Augen, die Insekten mit einem schuldbewussten Gesichtsausdruck. Dann schossen wir hektisch auseinander. Die Ameisen zur nächsten Ritze und ich zur Heckgarage.

Bei Keksdiebstahl hört für mich der Spaß auf. Meine Rache war heftig und chemisch und schlug tiefe Täler in die Bevölkerungspyramide des Ameisenvolkes. Aber so sehr ich auch sprühte, nach kurzer Zeit quollen aus einer anderen Ritze wieder neue Tierchen. Unser Wohnmobil war vor lauter Chemie für den Rest des Tages unbewohnbar, und trotzdem war kein Sieg abzusehen.

Ameisenhügel
Das feindliche Hauptquartier

Auf der Suche nach dem Einfallstor wollte ich schon aufgeben, als ich plötzlich eine verdächtige Bewegung an einem Grashalm sah. Die schlauen Kerlchen krabbelten auf den Halm bis er sich unter ihrem Gewicht an die Karosserie neigte und ein Keksräuber auf das Fahrzeug umsteigen konnte.

Mein Respekt vor meinen Kontrahenten stieg, denn die Biegelinie des elastischen Balkens ist immerhin Stoff im zweiten Semester der Ingenieurwissenschaften. Und im Gegensatz zu den Ameisen verstehen nicht alle Studenten die Formeln auf Anhieb. Trotzdem riss ich den Grashalm (mit gebührendem Respekt) aus und machte mich auf die Jagd nach den restlichen Eindringlingen.

Biarritz

Dieser Ort an der Biskaya ist eine eigenartige Mischung aus mondänem Seebad und hippem Surfspot. Eine Gemeinsamkeit haben die betuchten Badegäste und die alternativen Surfer: beide schlagen sich an den unterirdischen Klippen und den scharfkantigen Felsen die Knie blutig.

Blick auf Biarritz
Biarritz
Felsen vor Biarritz
Felsig
Rocher de la Vierge vor Biarritz
Rocher de la Vierge
Marienstatue vor Biarritz
Der Pinguin von Biarritz

Carcassonne

Europas größte Festungsstadt liegt nördlich der Pyrenäen. Das UNESCO-Weltkulturerbe beeindruckt seine Besucher mit gigantischen Wehranlagen und einer mittelalterlichen Altstadt.

Eingang von Carcassonne
Nicht sehr einladend
Festung Carcassonne
Wehrhaft
Burg von Carcassonne
Trutzburg

Man fragt sich natürlich, was die Bewohner mit einer doppelten Festungsmauer und 52 Wachtürmen schützen wollten. Nach langer Undercover-Recherche und unter Einsatz von Bestechungsgeldern aus der schwarzen Kasse unseres Reisebudgets kann ich dieses jahrhundertelang gehütete Geheimnis nun endlich lüften: es ist ein Rezept für Cannelés, das sich hinter diesen Mauern verbirgt.

Canneles, französische Süßigkeit
Kalorienbomben: Cannelés

Cannelés sind kleine Minigugelhupfe mit karamelisierter Kruste und weichem, puddingartigem Kern. Eigentlich ist das eine Spezialität aus Bordeaux, aber hier hat man es geschafft, die Energiedichte durch Verwendung von eingekochter Sahne noch einmal zu steigern. Abfälle bei der Produktion werden zu Brennstäben für französische Kernkraftwerke verarbeitet. Nun wird auch klar, warum Frankreich die Atomkraft als nachhaltig einstuft.

So, das waren wieder genügend sinnlose Informationen für diesmal. Bis bald!

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Autor: sinnlosreisen

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28 Kommentare zu „Frankreichs Südwesten“

  1. Auf dem Camingplatz trifft man des oefteren diese niedlichen kleine Krabbeltiere die gerne Lebensmittel mit Campern teilen wollen. Daher sollte man als Camper immer Kerosin dabei haben. Damit kann man seinen Grill anheizen, aber auch fuer andere Zwecke nutzen. Die Ameisen haben kein Verstaendnis fuer Brennmittel jeder Art, selbst wenn man diese nur zum Spruehen einsetzt. Kerosin ist hervorragend geeignet Ameisen von Lebensmitteln fernzuhalten. Man muss es nur in alle Ritzen der Wohnmobils spritzen. Dort ist es auch ein Rostschutz und haelt die Ameisen fern. Dieser Rat kann sich allerdings nur auf Leute beziehen die keine Ameisen essen. Die Franzosen haben da keine Bedenken und benutzen daher selten Kersosin.

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    1. Den Tipp mit dem Kerosin werde ich ausprobieren. Allerdings ist es in unserem Wohnmobil so dunkel, dass ich mit dem Feuerzeug nachschauen muss, ob es wirkt. Ich berichte dann.

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  2. Ach daher rührt meine Faulheit, das ist erblich bedingt und stammt von den Urahnen den Franzosen.
    Muss Generationen übersprungen haben und mich total angefallen…
    Danke für die Aufklärung.🤪
    Ich bin definitiv Hugenottischer Abstammung mit Familienwappen de Willers
    Leider wurde der Name vor Jahrhunderten eingedeutscht.
    Aber das Familienwappen gibts noch.
    Ist wohl Bauernadel gewesen die dann flüchten mussten.😃
    Interessant ich hoffe der Keksvorrat wurde aufgestockt.

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  3. Da wir uns im Herbst nach Südfrankreich aufmachen, kommt mir deinen Beitragsreihe gerade recht. Schöne Städte, ein arbeitsames Völkchen (kleiner Scherz…), leckeres Süßzeug und köstliche, kalifornische Weine (ich übe schon mal den Sprint…). Ameisen verdienen höchsten Respekt. Wie sie sich formieren, wie sie sich beim Vorbeigehen begrüßen, wie sie ihre Toten abtransportieren… wenn ich sowas sehe, da liegt mir die Insektenspraydose etwas schwerer in der Hand. Aber hier geht es ums Überleben und da muss man tun, was getan werden muss. Prost, ein Weinchen auf die Gefallenen.

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  4. Mutig, sich immer einen Stellplatz am Wasser zu suchen. Schließlich ist das in der Regel Moskito-Schutzgebiet und die lassen sich leider nicht so einfach mit Keksen oder Cannelés abspeisen. Ich werde das allerdings nie selbst verifizieren können. Meine Aussprache des Französischen ist dermaßen unterirdisch, dass mein Navi diese Namensungetüme bei mir niemals verstehen würde.

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  5. Wenn ich deine Reiseberichte lese, bessert sich meine Laune ungemein … 😉 … vielen Dank dafür!

    Von Carcassone war ich recht beeindruckt, als wir mal in Südfrankreich unterwegs waren. Man kommt um die Ecke gefahren und dann steht da so eine riesige Mittelalterburg. Das war wie eine Zeitreise, Parcival und so. Wenn man dann reingeht, naja …

    Die Einkaufstrasse war wohl das andere Extrem von dem irgendwann einmal erwähnten, menschenleeren Agoraphobia-Platz. In so ein Getümmel habe ich Hemmungen mich hineinzustürzen.

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    1. Oh, danke für das positive Feedback, das freut mich sehr.

      Stimmt, Carcassonne sieht von außen schöner aus als von innen. Ist halt drinnen auch etwas mittelalterlich beengt. Und wie immer bei schönen Orten wollen das natürlich viele Leute sehen.

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      1. … und dann dieses merksürdige Katharermuseum. Wart ihr dort? Dort wird die Geschichte der Katharer erzählt, sowie die Folterinstrumente ausgestellt mit dazu passenden Klagelauten vom Lautsprecher, wirklich geschmacklos.

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  6. Nach langer Leidenszeit nun endlich wieder aus dem Fußball-Wahnsinn aufgetaucht, komme ich nun endlich dazu, mich wieder dem Vergnügen hinzugeben, von deinen Abenteuern beim Campen in fremden Ländern zu lesen. Klasse wie immer 😂! Für September war es aber echt heftig warm in dieser Gegend. Vielleicht solltet ihr beim nächsten Mal den Winter bevorzugen. Richtig erleichtert hat mich, dass du den dreisten Angriff der Meeresfrüchte und der Ameisen und auch den waghalsigen Schwimmausflug überlebt hast. Ich denke ja, dass du in der Badewanne besser aufgehoben wärst. Hach, Bordeaux! Eine richtig tolle Stadt. Schade, dass ihr da an der drohenden Obdachlosigkeit gescheitert seid. Spontanes Campen war gestern … Carcassone? Kenne ich bisher nur als Brettspiel!

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    1. Hätte gar nicht gedacht, dass du so Fußball-begeistert bist. War echt schade, dass die Deutsche Mannschaft so unglücklich ausgeschieden ist. Da sind halt wieder mal die Grünen schuld, wenn ich die allgemeine Stimmung richtig deute. Dann welcome back in real life. Obwohl, gestern kam dann gleich das Länderspiel der Frauen gegen Österreich, dann kommt bald Olympia, danach gleich Bundesliga.

      Ja, war ungewöhnlich heiß für September. Wir mögen ja warm, deshalb fahren wir ja auch im September in den Süden. Aber gleich so?

      Bordeaux hat uns auch richtig gut gefallen. Wir hatten extra drei Tage vorher die Campingplätze telefonisch wegen Reservierung angefragt, aber no, drei Wochen im Voraus complet. Wenn du eine Geschäftsidee für den Ruhestand suchst, da wäre noch eine Marktlücke…

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      1. Ja, der Sportstress geht im Grunde genommen ewig so weiter 😱! Auch das geht definitiv aufs Konto der Grünen. Deinen Vorschlag bzgl. Geschäftsidee im Ruhestand werde ich mal detailliert ins Auge fassen!

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  7. Lauter schöne ZIele. Einschließlich der Kulinarischen. Die ich sehr wohl zu respektieren vermag. Gut, Austern sind jetzt auch nicht so mein Favorit, aber beispielsweise Escargot dort in den Bergen – auf denen man auch wunderbar herumkraxeln kann. Zumindest die südlichen Pyrenäen sind geradezu Treppen. Also am Mt. Canigou war es so.

    Carcassone ist einfach eine Märchenstadt. Jedenfalls bei uns. Denn die Kinder waren für das französiche, also zudem unverständliche Gelaber der offiziellen Erklärtante viel zu klein (auch die französischen. Der Höhepunkt war die Entdeckung eines Opfers, eines kleinen Hunde – von beiden Seiten stürmten die Kinder los: „Ein Hund, ein Hund!“ „Chien, Chien!“ Das arme Vieh…). Ich wich also auf angeblich im Hessenland zu verortende Berichte aus und erzählte hier von dem Brunnen, in den sowohl Gold – als auch Pechmarie, die Dummköpfe, gefallen sind. Oder einem engen Gelaß, das später als Uhrkasten des Geißleins bekannt wurde, der Schneiderwerkstatt des tapferen Schneiderleins und so weiter…. Es war ein schöner Ausflug, aber an derlei historische Tatsachen wie Guglhupf kann ich mich nicht erinnern!

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